Landgericht

Verurteilter Sexualstraftäter bestreitet erneute Vergewaltigung

Die Anklage wirft einem vorbestraften Sexualstraftäter aus Hörde zwei erneute Vergewaltigungen vor. Im Prozess vor dem Landgericht streitet der 51-Jährige jedoch fast alles ab.

Laut Staatsanwaltschaft soll es Ende Juni in einer Wohnung in Hörde zu einem grausamen Gewaltexzess gekommen sein. Der 51-Jährige und weitere Mittäter, darunter ein 14-jähriges Mädchen und ein erst 13 Jahre alter Junge, sollen die Ex-Freundin des Hörders mit Kabeln und einem Besenstiel verprügelt und auch vergewaltigt haben.

Erklärung durch Verteidigerin

Am Freitag, dem zweiten Verhandlungstag gegen den vorbestraften Sexualtäter, verlas Verteidigerin Ina Klimpke eine Erklärung ihres Mandanten. Danach hat es die Schläge und Folterszenen tatsächlich gegeben. Allerdings sei die Gewalt nicht von dem 51-Jährigen ausgegangen.

Der Angeklagte schiebt die Schuld in erster Linie dem 14-jährigen Mädchen zu. Die Schülerin habe an diesem Abend erfahren, dass mehrere Porzellanengel von der Schlanken Mathilde in Hörde gestohlen worden waren. Die Figuren hatten dort zum Gedenken an das im Hörder Parkhaus erstochene Mädchen gestanden. Weil die 14-Jährige dem Todesopfer sehr nahe gestanden haben will, soll sie bei der Diebstahls-Nachricht regelrecht ausgeflippt sein. Und als es dann auch noch hieß, dass die gerade anwesende Ex-Freundin des Angeklagten als Diebin infrage kommt, gab es angeblich kein Halten mehr.

Mädchen als Haupttäterin?

"Sie hat sie mit einem Besenstiel geschlagen und später auch mit einem Kabel", sagte der Angeklagte den Richtern. Er selbst habe das Geschehen lediglich mit seinem Handy gefilmt. Später habe er sogar noch versucht, seiner Ex-Freundin mit Wasser etwas Kühlung für die geröteten Hautpartien zu verschaffen. In diesem Zusammenhang sei es zu "freiwilligen" sexuellen Handlungen gekommen.

Ob die Richter dem 51-Jährigen diese Geschichte abnehmen, wird sich im weiteren Prozessverlauf zeigen. Anfang Januar soll das mutmaßliche Opfer als Zeugin vernommen werden.

Der Angeklagte muss im Fall einer erneuten Verurteilung nicht nur mit einer abermaligen langjährigen Haftstrafe rechnen. Dann droht ihm auch die Anordnung der anschließenden Sicherungsverwahrung.

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