Landsleute bestohlen

Tatort Busbahnhof: Polnischer Trickdieb muss ins Gefängnis

Dortmund - Mit einem ausgeheckten Trick hatte ein 55-jähriger Dieb aus Polen einige Landsleute in Dortmund bestohlen. Zusammen mit mehreren Komplizen reiste der Täter regelmäßig nach Dortmund, um Frauen und Männern am Busbahnhof ihr Geld aus der Tasche zu ziehen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit einer ebenso raffinierten wie gemeinen Masche hat ein 55-jähriger Trickdieb aus Polen zahlreichen Landsleuten buchstäblich das Geld aus der Tasche gezogen. Die Opfer waren meist Saisonkräfte, die mit dicken Geldbörsen am Busbahnhof auf den Fernbus in die Heimat warteten. Am Dienstag wurde der Angeklagte verurteilt.

Obwohl sich der 55-Jährige für seine Taten entschuldigte und erklärte, er schäme sich dafür, dass er die Arbeit des Gerichts in Anspruch nehmen müsse, reichte es am Ende nicht für eine Bewährungsstrafe. Zwei Jahre und zehn Monate Haft verhängten die Richter. Sie stellten dem geknickten Mann jedoch in Aussicht, dass er schon bald vom Dortmunder Gefängnis in eine andere Haftanstalt wechseln könne, die näher an seiner Heimat liegt.

Wertlose Rubelscheine

Zusammen mit mehreren Komplizen war der Pole im Sommer 2016 regelmäßig donnerstags nach Dortmund gereist, um Landsleute zu bestehlen. Am Busbahnhof verwickelte er die ahnungslosen Frauen und Männer in ein Gespräch und tat dann so, als hätte er ein Bündel mit Geldscheinen gefunden. Als wenig später ein Komplize hinzukam und vorgab, er habe Geld verloren, wurde die Situation absichtlich unübersichtlich.

Am Ende hatten die Opfer jedenfalls ihr eigenes Geld ohne es zu merken gegen ein Bündel mit wertlosen weißrussischen Rubelscheinen eingetauscht. "Die kann man eigentlich auch als Monopoly-Spielgeld verwenden", sagte ein Polizist als Zeuge.

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