Wolf
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In Deutschland leben wieder mehr Wölfe. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Untersuchung

Lanuv bestätigt: Zwei Wölfe haben Pony gerissen

  • Randolf Leyk
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Erstmals seit ihrem Wiederauftauchen in Nordrhein-Westfalen 2009 haben Wölfe ein Pony angegriffen und getötet. Einen entsprechenden Nachweis veröffentlichte die Landesbehörde Lanuv jetzt. 

Gewebeuntersuchungen eines Ende Oktober auf einer Weide in Bottrop-Kirchhellen tot aufgefundenen Shetlandponys hätten ergeben, dass es von einem Wolf gerissen wurde, so die Mitteilung. Die Halter des Ponys wurden informiert, sie können eine Entschädigung beantragen. Angriffe von Wölfen auf Pferde seien nichts Neues. Bundesweit seien 2019 elf solcher Attacken registriert worden, so das Lanuv. 

Erst im Mai hatte eine Wildkamera in Haltern scheinbar einen Wolf aufgenommen: Experten des Landes hatten jetzt die Aufnahmen geprüft.  Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) hatte kurze Zeit später einen Wolfsnachweis bestätigt. Dabei handelte es sich um das Tier, das mehrfach in dem Waldgebiet nahe dem Halterner Ortsteil Lavesum von einer Wildtierkamera erfasst worden war.

Wanderer fangen in der Eifel einen Wolfshybriden

Eine Gruppe von Wanderern hat in der Eifel bei Monschau Ende Oktober ein wolfsähnliches Tier gefangen. Wie sich später herausstellte, handele es sich um einen Wolfshybriden, unter dessen Vorfahren vor drei Generationen ein Hund war, wie das Landesumweltamt Lanuv in Recklinghausen mitteilte. In dem mysteriösen Fall des „unechten Wolfs„ stellte sich heraus, dass das Tier einen Transponderchip trug, über dessen Nummer sich seine Herkunft aus Weißrussland ermitteln ließ. „Wie das Tier aus Belarus bis in die Eifel gelangte, ist unbekannt“, erklärte das Lanuv. Eine Anfrage an die dortigen Behörden sei gestellt. Das Tier sei artgerecht untergebracht.

Der Wolfshybride war den Wanderern über mehrere Stunden gefolgt. Der zwei bis drei Jahre alte, unkastrierte Rüde habe sich Menschen gegenüber „scheu, aber nicht aggressiv“ verhalten, teilte das Lanuv mit. Das Tier bettelte um Futter und konnte an die Leine genommen werden. Der Transponderchip belege eindeutig, dass das Tier nicht aus der freien Wildbahn, sondern aus Gefangenschaft stamme, erklärte das Lanuv. Eine Freilassung komme nicht in Betracht.

In Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen vier ausgewiesene Wolfsgebiete. Diese liegen in Schermbeck im Kreis Wesel, in der Senne bei Bielefeld, der Nordeifel an der Grenze zu Belgien sowie im Oberbergischen. (mit dpa)

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