Leser beobachtete Rettungseinsatz

Feuerwehr rettet Reh aus dem Kanal in Dorsten

Dorsten - Ein Reh ist am Sonntag (7. Januar) in Dorsten in den Wesel-Datteln-Kanal gestürzt und drohte zu ertrinken. Die Feuerwehr musste zur Hilfe kommen und rettete das zitternde Tier aus dem eiskalten Wasser.

Für eine gute Meldung hat die Feuerwehr gesorgt, wie uns Leser Hans-Martin Nicolai mitgeteilt hat. Am Sonntagmorgen gegen 11 Uhr beobachtete er bei einem Spaziergang am Kanal im Dorsten, dass ein junges Reh in den Kanal gestürzt war. "Auf der Seite der Spundwand konnte es sich nicht mehr selber retten, dass kleine Reh schwamm um sein Leben", berichtet er.

Wehrleute bereits vor Ort

Die Feuerwehr war bereits alarmiert, wie Matthias Ofiera von der Dorstener Feuerwehr bestätigt.

Das beobachtete auch Hans-Martin Nicolai: "Als ich an die Stelle kam, wo das Reh um sein Leben kämpfte, befand sich schon ein Feuerwehrmann an der Leiter festhaltend im eiskalten Wasser im Kanal. Mit einer Hand hielt er sich an der Leiter fest, mit der anderen hielt er das Reh über Wasser, sodass es nicht ertrinken musste. Ein zweiter Feuerwehrmann, der später dazu kam, war auch sofort bereit, in das eiskalte Wasser zu steigen und seinem Kollegen bei der Rettung des Rehs zu helfen." Gemeinsam mit zwei Helfern gelang es dann, das Tier aus dem Kanal zu ziehen. Die Wehrleute legten ihre Jacken um das zitternde Tier, um es zu wärmen.

"Das Reh wurde dann erst zu einem Tierarzt und anschließend in eine Stallung in Kirchhellen gebracht. Es geht ihm gut, es läuft und frisst schon wieder", berichtet Matthias Ofiera am Sonntagnachmittag auf Anfrage der Redaktion. Schon am Montag soll das Tier wieder in die Wildnis entlassen werden.

Herzliches Dankeschön an die Retter

"Ich möchte mich hier ganz herzlich für den ungewöhnlichen und selbstlosen Einsatz der zwei Feuerwehrmänner, deren Name ich nicht kenne, bedanken. Gut, dass wir solche Männer haben, die selbst ein Reh aus dem kalten Wasser retten, auch auf die Gefahr, dass sie selber gesundheitlich Schaden nehmen können", so Hans-Martin Nicolai.

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