Live-Pressekonferenz

Bayern München nimmt sich Medien und Experten zur Brust

München - Die Berichterstattung, die einige Medien nach dem Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Niederlande betrieben haben, will der FC Bayern München so nicht mehr akzeptieren. In einer anberaumten Pressekonferenz fragten sich Karl-Heinz Rumminigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic.

Polemik scheint keine Grenzen zu kennen. Man solle sich einmal überlegen, was Spieler wie Neuer, Boateng und Hummelts für den Fußball geleistet hätten. Auch die Altersgrenzendebatte sei nicht mehr zu akzeptzieren. Diese Diskussion sei beschämend und Grenzen überschreitend, so Rummenigge. Auch Spieler, wie Ribéry und Robben, die in ihrem Leben alles Sportliche erreicht hätten, haben mehr Respekt verdient. „Wenn ich über Hummels und Boateng lesen muss ‘Altherrenfußball‘, da kann ich nur noch eins sagen: Geht's eigentlich noch?"

Beim FC Bayern wolle man sich dies nicht mehr gefallen lassen. Vom heutigen Tag an, wolle man sich die hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen. Gegen den Springer-Konzern hätte man zwei Unterlassungserklärungen erwirkt. Eine weitere sei zugestellt worden. In Zukunft wolle man zudem Gegendarstellungen erwirken. Die Berichterstattung der Springerpresse werde man sich genauer anschauen und die eigenen Spieler sowie Trainer ind er Zukunft schützen. Das habe aber nichts damit zu tun, dass man die Schuld für die schlechten Leistungen der vergangenen Tage bei den Medien suche, sondern um eine faire Berichterstattung.

Uli Hoeneß nannte zudem die Berichterstattung über Jogi Löw. So dürfe man mit Menschen nicht umgehen. Es sei eine Frechheit gewesen. Der Verein werde sich als eine Einheit in der Öffentlichkeit präsentieren, kritisch mit sich selbst umgehen - aber Respektlosigkeit nicht mehr akzeptieren.

Namen wie Stefan Effenberg und Lothar Matthäus fielen ebenfalls. Hasan Salihamidzic musste zuletzt herbe Kritik einstecken, stellte aber klar, dass er beim FC Bayern angestellt sei, nicht wie die TV-Experten beim Fernsehen. Man werde sich in Zukunft wehren.

Auf der anderen Seite wehren sich die Medien in der Pressekonferenz, dass der FC Bayern auf Nachfragen oftmals keine Stellung beziehe, sondern schweige. Das wollten die Bayern nicht auf sich sitzen lassen - und wiesen die Vorwürfe zurück. Man würde immer mehr Stimmen liefern als notwendig.

Ein Beispiel war für die Bayern-Bosse war auch die Person Manuel Neuer. Nur weil ein Spieler mal einige Spiele nicht in Top-Form absolviere, dürfe man ihn nicht in "Schutt und Asche" schreiben. Gleichwohl kam auf, dass gerade auch Uli Hoeneß sich oftmals respektlos äußere, wie im Fall Özil und Bellarabi.

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