Loveparade-Prozess

Gericht sieht bisherigen Verlauf positiv

DUISBURG / DÜSSELDORF - Schon fast 90 Mal wurde im Loveparade-Strafprozess verhandelt. Es geht um Schuld, aber auch um die Aufklärung der Gründe für die Katastrophe. Das Landgericht sieht den bisherigen Prozessverlauf positiv.

Ein Jahr nach Beginn des Loveparade-Prozesses hat das Landgericht Duisburg eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Der Prozess kommt zügig voran. Sämtliche Verfahrensbeteiligte arbeiten konstruktiv an einer Aufklärung der Geschehnisse mit", sagte Gerichtssprecher Matthias Breidenstein der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eine Verzögerungstaktik sei bei niemandem erkennbar.

Kein Ende in Sicht

Der Strafprozess hatte am 8. Dezember 2017 begonnen. Bis zum Jahresende wird das Gericht voraussichtlich an mehr als 90 Tagen verhandelt haben. Ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Bis zum 26. April 2019 sind Termine angesetzt. Das Verfahren ist eines der aufwendigsten der Nachkriegszeit. Aus Platzgründen findet die Hauptverhandlung in einer Düsseldorfer Kongresshalle statt.

Bei der Loveparade in Duisburg wurden im Juli 2010 in einem tödlichen Gedränge 21 Menschen erdrückt und viele hundert verletzt. Auf der Anklagebank sitzen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters Lopavent. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. An den bisherigen Sitzungstagen ging es sehr stark um die Frage, wie es zu der Katastrophe kommen konnte.

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