Vor Mainz-Spiel

Schalke unter großem Druck

Gelsenkirchen - Christian Heidel hat in diesen Tagen nicht viel zu lachen. Der Schalker Sportvorstand steht stark in der Kritik. Doch es gibt eine Statistik, auf die er vor dem Spiel in Mainz sicherlich sehr gerne blickt.

Denn seit der gebürtige Mainzer seine Heimatstadt verließ und beim FC Schalke 04 anheuerte, haben die Königsblauen alle fünf Aufeinandertreffen mit den Rheinhessen nicht nur gewonnen, sondern auch ohne ein einziges Gegentor absolviert. Vor allem der letzte Schalker Sieg gegen die Mainzer sorgte für großes Aufatmen: Nach fünf Niederlagen in Folge feierten die Blau-Weißen den ersten Bundesligasieg. Am 30. September 2018 köpfte Alessandro Schöpf das Tor des Tages.

Für den österreichischen Nationalspieler ist die Saison zwar aus Verletzungsgründen schon gelaufen, für seine Mannschaft steht aber noch viel auf dem Spiel. Denn Schalke droht sogar noch der Abstiegskampf, sollte es in Mainz die nächste Niederlage geben. Nur 23 Punkte nach 22 Partien - so schlecht stand der Klub, dem zudem das Achtelfinal-Aus in der Champions League droht, zuletzt vor 20 Jahren da.

Tedesco hat Hoffnung, dass Burgstaller spielen kann

Das weiß natürlich auch Trainer Domenico Tedesco, der von seiner Mannschaft eine ähnlich starke Leistung erwartet wie gegen Manchester City. Die Nebengeräusche, was die Zukunft von Heidel betrifft, sind indessen auch in der Kabine ein Thema. „Das kann man nicht ausblenden und lässt die Mannschaft nicht komplett unberührt. Darüber wird schon gesprochen“, räumt der Schalker Trainer ein.

Er habe jedoch nicht den Eindruck, als würden seine Spieler nach der unglücklichen Niederlage gegen Manchester City hinterhertrauern, wenngleich Mark Uth zugab: „Die Niederlage ist schwer zu verkraften“. Tedesco stellte klar: „Unser Fokus liegt auf dem Spiel in Mainz. Gegen Manchester City hat man gesehen, was meine Mannschaft leisten kann. Das müssen wir wiederholen, wiederholen, wiederholen“, sagte Tedesco fast schon beschwörend.

Rückenschmerzen von Bentaleb sind besser geworden

Er schaue zwar nicht auf die Tabelle, „aber wenn ich es tun würde, würde es mir wenig Spaß bereiten“, räumte der 33-Jährige ein und fügte hinzu: „Wir wissen genau, wie viele Punkte wir haben“. Obwohl Guido Burgstaller nach der Partie gegen Manchester City stark humpelnd die Arena verließ, hat Tedesco die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Mittelstürmer am Samstag spielen kann. „Der Tritt des Gegenspielers war nicht das Problem. Burgi ist mit der Zehenspitze im Rasen hängen geblieben“, sagte der Schalker Trainer, der auch noch um den Einsatz von Weston McKennie (Oberschenkel) bangen muss.

Besser sieht es bei Nabil Bentaleb aus. Der 24-Jährige klagte nach der 2:3-Niederlage in der Champions League am Mittwochabend noch über Rückenschmerzen. „Die Symptome sind wieder weg, es war nicht mehr als eine Muskelverhärtung“, erläuterte Tedesco, der fest davon ausgeht, dass der Mittelfeldspieler in Mainz spielen kann.

In der Offensive könnte Tedesco auf seine „jungen Wilden“ Rabbi Matondo und Amine Harit setzen, die mit der nötigen Frische der Mainzer Abwehr Probleme bereiten könnte. Diese erwies sich in der Rückrunde mit bereits 14 Gegentreffern alles andere als sattelfest.

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