Mammutbäume im Rombergpark gepflanzt

Am Zoo entsteht der Dortmunder "Redwood"

Dortmund - Auf der großen Talwiese, in der Nähe des Zoo-Eingangs im Rombergpark, entsteht ein Mammutbaum-Wald mit über 88 Bäumen. Sie werden über 1000 Jahre alt.

Christoph Pohlmann und sein Sohn Julian schreiben am Samstag im Rombergpark Geschichte: Beide sind tatkräftig mit Schaufeln ausgerüstet dabei. Sie pflanzen gemeinsam einen original Nord-Kalifornischen Küstenmammutbaum. Es ist eine schwierige und schweißtreibende Arbeit, doch es lohnt sich: Der seinen beiden Kindern gewidmete Baum wird Generationen überleben, ein ewiges Andenken sein.

Küstenmammutbäume sind die mit Abstand größten und auch am höchsten wachsenden Lebewesen auf unserer Erde. Sie gelten als lebende Fossilien, denn sie bedeckten schon vor 110 Millionen Jahren in riesigen Wäldern unseren Planeten. Genau solche Bäume wachsen nun nahe des Zoo-Eingangs am Rombergpark.

Einer der mächtigsten Küstenmammutbäume auf der Welt ist benannt nach Hyperion, dem Titanen der griechischen Mythologie, misst 116 Meter, hat einen Stammdurchmesser von mehr als sieben Metern und ist wahrscheinlich über 700 Jahre alt.

"Sie werden schnell wachsen"

So gigantische Ausmaße haben die Bäume, die durch den Rotary Club Dortmund-Neutor im Rombergpark gepflanzt wurden, noch nicht. "Zierliche" zwei bis zweieinhalb Meter hoch sind sie - noch. Doch der Leiter des Parks, Patrick Knopf, versichert: "Sie werden schnell wachsen. Der Standort hier auf der Wiese ist gut. Man kann mit gut 60 Zentimetern Längenzunahme pro Jahr rechnen."

Der vielleicht recht eng wirkende Abstand zwischen den Bäumen ist bewusst gewählt. Diese Baumart sei ein Flachwurzler, das Wurzelwerk verbinde sich, und die Bäume gäben sich gemeinsam halt, erklärt Knopf.

Mit mehr als 30 verschiedenen Gehölzarten

Die neuen Bäume bilden den Grundstock für die Erweiterungen am Park nahe des Zoo-Eingangs. Es werden noch Weinblattahorn, Blutjohannisbeere und kalifornischer Lorbeer dazukommen. Am Schluss sollen es mehr als 30 verschiedene Gehölzarten im neuen sogenannten Dortmunder "Redwood" sein. Dieser neue Wald soll mit Brücken über die Schondelle zugänglich gemacht werden, Wege und eine kleine Lichtung enthalten.

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