Martin-Luther-King-Gesamtschule

Nach geplantem Mord an Lehrer: Vom einzigen Zeugen fehlt jede Spur

Drei Jugendliche wollten an der Martin-Luther-Kingschule einen Lehrer töten. Die Polizei sucht noch immer nach einem mutmaßlichen Zeugen des Falls. Über ihn ist nur eine Information bekannt.

Zwei Schüler und ein Komplize haben am 9. Mai versucht, einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld in einen Hinterhalt zu locken. Seit die Polizei den Vorfall am Dienstag (14. 5.) öffentlich machte, sucht sie einen Unbekannten, der mutmaßlich Zeuge des Vorfalls war.

Gemeldet hatte sich der Mann bis Donnerstagnachmittag (16. 5.) nicht - daher erneuerte die Polizei ihren Suchaufruf. Der Zeuge soll am 9. Mai (Donnerstag) gegen 14 Uhr an einem Fußweg neben dem Lehrerparkplatz der Martin-Luther-King-Gesamtschule an der Straße Fine Frau spazieren gegangen sein. Er soll mit einem Hund unterwegs gewesen sein.

Unbekannter soll helfen, die Tat juristisch einzuordnen

Der Mann könnte mitbekommen haben, wie die Schüler den Lehrer in einen Hinterhalt auf dem Lehrerparkplatz lockten, wo sie ihn mit Hammerschlägen töten wollten. Der Plan scheiterte letztlich.

"Dieser Unbekannte könnte entscheidend dazu beitragen, die Tat aufzuklären und juristisch einzuordnen", heißt es von Staatsanwalt Felix Giesenregen. Bislang lautet die juristische Einordnung der Staatsanwaltschaft, dass die Tatverdächtigen nicht angeklagt werden.

Man müsse den "Rücktritt vom Versuch" würdigen. Wer freiwillig von einer vorbereiteten Tat ablässt, wird nicht bestraft. Der Rücktritt vom Versuch sei darin erkennbar, dass die Beschuldigten die Tatwaffen nicht gezogen und damit nicht zum Schlag ausgeholt hatten, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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