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70 bis 100 Menschen sind in Oberhausen aufeinander losgegangen.

Kampf gegen brutale Hooligans

Nach Massenschlägerei am Bahnhof Sterkrade – Polizei-Razzien in vier Städten

Nach einer Massenschlägerei in Oberhausen-Sterkrade geht die Polizei gegen die gewaltbereite Hooligan-Szene im Ruhrgebiet vor. Das haben die Beamten bei den Razzien in vier Städten sichergestellt.

Update, 14. Oktober, 14.12 Uhr:

Oberhausen - Mit Razzien in Oberhausen, Essen, Dinslaken und Iserlohn sind Ermittler gegen die gewaltbereite Hooligan-Szene vorgegangen. Zwei Wochen nach einer Massenschlägerei an einem Bahnhof in Oberhausen durchsuchten Einsatzkräfte im Morgengrauen zehn Wohnungen, wie ein Polizeisprecher am Montag berichtete. 

Ende September waren teils vermummte Schläger mit Latten und Stöcken aufeinander losgegangen, zwei Personen waren verletzt worden. Eine Kommission ermittelte zahlreiche Verdächtige, gegen die sich die Razzien nun richteten.

Elektroschocker, Messer und Drogen sichergestellt

Ziel der großangelegten Aktion sei das Auffinden von Beweismitteln gewesen. Die Einsatzkräfte stellten Waffen wie Elektroschocker und Messer sicher, auch Sturmhauben, Drogen sowie mehrere Handys, Laptops und Speicherkarten. Von neun Personen habe man Fingerabdrücke genommen und sie "erkennungsdienstlich behandelt", so die Polizei.

Nach dem nächtlichen Gewaltexzess am Sterkrader Bahnhof waren gegen zwölf mutmaßliche Beteiligte Ermittlungen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs aufgenommen worden. Gegen welche Verdächtigen konkret sich die Razzien vom Montag richteten, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Festnahmen gab es nicht.

70 bis 100 Personen gehen aufeinander los

Unsere ursprüngliche Meldung: 

Zwei gewalttätige Gruppen sollen am Bahnhof Sterkrade aufeinander losgegangen sein. Am Montagabend um kurz vor Mitternacht sind mehrere Anrufe von Anwohnern bei der Polizei eingegangen.

Etwa 70 bis 100 Menschen sollen, teils mit Latten und Stöcken bewaffnet, aufeinander eingeschlagen haben.

Die Polizei nimmt in Oberhausen vier Menschen fest

Bei Eintreffen der Polizei löste sich die Gruppierung auf und die Beteiligten flüchteten in alle Richtungen. Die Polizisten wurden von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen umliegender Polizeibehörden, der Bundespolizei, Diensthundeführern und einer Hubschrauberbesatzung unterstützt.

Die Polizei stellte insgesamt zwölf Personalen fest und nahm vier Menschen vorübergehend in Gewahrsam.

Ermittlungskommission wurde eingerichtet

Die Polizei Oberhausen hat nach eigenen Angaben eine Ermittlungskommission eingerichtet, die jetzt die Hintergründe klären und den ersten Hinweisen nachgehen soll, wonach die Gewalttäter aus dem Umfeld rivalisierender Hooligan-Gruppierungen stammen sollen.

Nach bisherigen Kenntnissen wurden bei dem Vorfall zwei Menschen leicht verletzt.

Mit dpa-Material

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