Mehrstündiger Ausstand

Warnstreik bei der Dortmunder Actien-Brauerei: Brauer fordern 6,5 Prozent mehr Lohn

Zu einem mehrstündigen Warnstreik hatte die Gewerkschaft NGG die DAB-Mitarbeiter aufgerufen. Das Dortmunder Unternehmen musste die Bierproduktion vorübergehend drosseln.

6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die Mitarbeiter der rheinisch-westfälischen Brauereien. Um vor dem nächsten, dem dritten Verhandlungstag am 29. März den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, hatte NGG die Mitarbeiter der Dortmunder Actien-Brauerei (DAB) für Donnerstag zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen.

Aus Sicht der Gewerkschaft war der Warnstreik ein Erfolg

Weit mehr als 160 Teilnehmer hätten von 13 bis 15 Uhr die Arbeit niedergelegt, berichtete NGG-Sprecher Manfred Sträter am Donnerstagnachmittag. Sträter wertete es als Erfolg, dass auch Mitarbeiter aus der DAB-Verwaltung teilgenommen hatten, außerdem Mitarbeiter von Früh- und Spätschicht.

Darüber hinaus seien sogar Beschäftigte des Brauerei-Nebenerzeugnisseherstellers Tremonis dabei gewesen.

Angebot der Arbeitgeber berücksichtige die Gewinne nicht

Laut NGG hat die Arbeitgeberseite für das laufende Jahr eine Lohnerhöhung von 2,4 Prozent plus weitere 2,3 Prozent im kommenden Jahr angeboten. Das reiche gerade, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken, argumentiert Sträter.

Dabei seien die hohen Gewinne der Branche nicht berücksichtigt, die "nur durch die hohe Einsatzbereitschaft" der Arbeitnehmer erzielt werden konnten. Daher sei die geforderte Erhöhung von 6,5 Prozent auf keinen Fall zu viel verlangt.

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