Ministerpräsident Armin Laschet zu Besuch beim Verdienstorden-Träger Rolf Abrahamsohn in Marl.
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Ministerpräsident Armin Laschet zu Besuch beim Verdienstorden-Träger Rolf Abrahamsohn in Marl.

Ehrung

Ministerpräsident kommt überraschend nach Marl, um eine große Persönlichkeit zu ehren

Rolf Abrahamsohn wurde mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Er ist einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen des Holocaust.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist am Montag nach Marl gekommen, um eine große Persönlichkeit aus dem Kreis Recklinghausen zu ehren. Er überreichte dem mittlerweile 94 Jahre alten Rolf Abrahamsohn den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Ehrung fand in der Privatwohnung Abrahamsohns statt.

Er hält die Erinnerung an die Opfer wach

Mit dem Landesverdienstorden ehrt die Landesregierung Bürgerinnen und Bürger für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl und um das Land NRW. Rolf Abrahamsohn, der auch Vestischer Ehrenbürger ist, hat sich diese Verdienste erworben, weil er die Erinnerung an das Menschheitsverbrechen des Holocaust und seine Opfer wach hält. Immer wieder hat er in den letzten Jahren Schülerinnen und Schülern berichtet, welche Grausamkeiten die Nationalsozialisten seiner Familie und ihm aufgrund ihres jüdischen Glaubens angetan haben.

„Rolf Abrahamsohn ist einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen der menschenverachtenden Ideologie der Nazi-Diktatur“, sagte Ministerpräsident Laschet in seiner Laudatio. „In sieben Konzentrations- und Arbeitslagern hat er selbst ein unvorstellbares Martyrium erlebt.“ Durch seine Besuche in Schulen habe Rolf Abrahamsohn dazu beigetragen, dass nichts vergessen werde und dass vor allem die Opfer nicht vergessen würden.

Ehrenvorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen

Der gebürtige Marler setzte sich für die neu gegründete Jüdische Kultusgemeinde Bochum/Herne/Recklinghausen ein und war von 1978 bis 1992 deren Vorsitzender. Seit 2016 ist Rolf Abrahamsohn Ehrenvorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Recklinghausen. Er war im Vorstand der Jüdischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit aktiv und hat den Aufbau des Jüdischen Museums in Dorsten intensiv unterstützt und begleitet.

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