Mira-Lobe-Schule

Hombrucher Förderschule hat einen neuen Verkehrsparcours

Hombruch - Auf dem Schulhof der Mira-Lobe-Schule gibt es einen neuen Verkehrsparcours. Ermöglicht haben das die Profiliis-Stiftung und Spendobel. Und der Parcours soll den Schülern der Förderschule auch im Alltag helfen.

Straßenmalkreide und Pappschilder - so bescheiden war die Ausstattung der Mira-Lobe-Schule für die Verkehrserziehung der 126 Schüler noch bis vor Kurzem. "Wenn kein Wind da war, blieben die Pappschilder auch stehen", erzählt Annette Dierks, die Schulleiterin der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, und schmunzelt. Aber eine Dauerlösung sei das nicht gewesen.

Und deshalb bewarb sich die Mira-Lobe-Schule im vergangenen Jahr parallel bei "Gute Schule 2020", einem Förderprogramm der Landesregierung, und bei Spendobel, dem Dortmunder Spendenparlament. Geld musste her - für permanent markierte Fahrwege, stabile Verkehrsschilder, Gokarts und Roller.

Spendobel half der Schule

Spendobel nahm sich schließlich der Sache an. "Aber es kamen nur circa 130 Euro an Einzelspenden zusammen", sagt Barbara Temminghoff, die Geschäftsführerin von Spendobel. Und dann kam die Profiliis-Stiftung ins Spiel. "Ich stelle mir das bei Spendobel immer so vor, dass sie verschiedene Töpfe haben, in denen sie Spenden für verschiedene Projekte sammeln", sagt Thomas Schieferstein von der Profiliis-Stiftung. "Und der Topf der Mira-Lobe-Schule war noch nicht prall gefüllt - da wollten wir spenden."

Mit insgesamt 5127,98 Euro finanzierte die Profiliis-Stiftung alle Anschaffungen für den Verkehrsparcours: Gokarts, Roller, Fahrbahnmarkierungen auf dem Schulhof, Zebrastreifen und richtige Verkehrsschilder im Kleinformat. "Ohne Profiliis wäre das nicht möglich gewesen", sagt Barbara Temminghoff.

Der neue Verkehrsparcours wird nun täglich dazu genutzt, die Schüler zu sicheren Verkehrsteilnehmern zu erziehen. "Jede Klasse bis Klasse 10 einschließlich nutzt den Parcours zur Mobilitätserziehung", erklärt Schulleiterin Annette Dierks. Die älteren Schüler ziehen schon größere Kreise und lernen beispielsweise den Umgang mit U-Bahn-Fahrplänen. Dass die Verkehrs- und Mobilitätserziehung der jüngeren Schüler nun komplett vor Ort auf dem Schulhof stattfinden kann, sei ein großer Fortschritt.

Schüler sind begeistert

Und die Schüler waren vom ersten Tag an von dem Parcours begeistert. "Die werden ja dann morgens von den Bussen hier ausgeschüttet", erzählt Annette Dierks. "Viele sind dann schon die ?Fahrbahn' abgegangen und haben mit den Armen das Abbiegen angezeigt." Ganz genau so, wie sie es im Unterricht mit Fahrrädern, Laufrädern und Rollern gelernt haben. "Das war schön mit anzusehen."

Auf den Parcours dürfen höchstens zwei Klassen gleichzeitig und in den Pausen soll er nicht genutzt werden. Das Unfallrisiko sei bei 126 Schülern, die gleichzeitig Pause haben, zu hoch. Einen Traum, den sich die Schule trotz der Spende nicht erfüllen konnte, ist ein Ampelsystem für den Verkehrsparcours. "Damit habe ich wirklich geliebäugelt", sagt Annette Dierks. "Aber das war einfach zu teuer. Und wir sind froh, wie es jetzt ist."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Nach Morddrohungen: Trainer und Team des SV Herta ziehen Konsequenzen
Nach Morddrohungen: Trainer und Team des SV Herta ziehen Konsequenzen
SV Hochlar verkauft sich teuer - TuS Haltern im Viertelfinale
SV Hochlar verkauft sich teuer - TuS Haltern im Viertelfinale
Ein Leichtverletzter nach Zimmerbrand an der Forellstraße - drei Straßen gesperrt
Ein Leichtverletzter nach Zimmerbrand an der Forellstraße - drei Straßen gesperrt
Polizei-Razzia in Marl: Sportsbar bleibt geschlossen - Ermittlungen dauern an
Polizei-Razzia in Marl: Sportsbar bleibt geschlossen - Ermittlungen dauern an
Bierhoff kontert Hoeneß-Attacke - Bayern-Präsident feuert nächste Pfeile ab
Bierhoff kontert Hoeneß-Attacke - Bayern-Präsident feuert nächste Pfeile ab

Kommentare