Mobilitätsstudie

Studie fordert mehr S-Bahnhöfe am Rand des Ruhrgebiets

Essen (dpa) - Eine aktuelle Studie fordert mehr S-Bahnhöfe am Rande des Ruhrgebiets. Das soll mehr Menschen dazu bringen, das Auto stehen lassen und auf die Bahn umsteigen.

Vor allem am Rande des Ruhrgebiets müssen nach einer neuen Mobilitätsstudie mehr S-Bahnhöfe gebaut und das Netz erweitert werden. Nur durch ein attraktiveres Nahverkehrsangebot könnten Menschen im Umland des Ruhrgebiets davon abgebracht werden, mit dem Auto in die Ballungszentren zu fahren, heißt es in der Analyse zur Mobilitätsstruktur im Ruhrgebiet. Die Studie des Regionalverbands Ruhr (RVR) soll am Montag vorgestellt werden.

Gutachter aus Deutschland und den Niederlanden hatten die Verkehrsanbieter im Gebiet des Verbundes untersucht und deren Erreichbarkeit, Reisezeiten, Kapazitäten, Angebotsqualität und Umweltfreundlichkeit geprüft. Auch Verkehrsmittel wie das Auto, die Schiene, Rad und Schiffe wurden in die Studie einbezogen.

Land NRW will Berufung gegen Diesel-Urteil einlegen

Die Studie gewinnt vor allem nach den jüngsten Gerichtsurteilen zu Dieselfahrverboten in Essen und Gelsenkirchen an Bedeutung. Auch gegen die Luftreinhaltepläne für die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Bochum hat die Deutsche Umwelthilfe Klage eingereicht.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte am Donnerstag eine Fahrverbotszone für Essen angeordnet, zu der auch die viel befahrene Autobahn 40 gehört. In Gelsenkirchen soll eine wichtige Innenstadtstraße für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen will Berufung gegen das Urteil einlegen.

Im zentralen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) haben Fahrgäste im vergangenen Jahr rund 1,151 Milliarden Fahrten zurückgelegt. Der VRR umfasst das Ruhrgebiet, den Niederrhein, Teile des Bergischen Landes sowie Düsseldorf.

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