Mordanklage erhoben

31-Jähriger soll seine Ex-Frau in Scharnhorst aus Eifersucht erstochen haben

Aus Eifersucht soll ein 31-jähriger Mann im Oktober 2018 in Dortmund-Scharnhorst seine Ex-Frau getötet haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben.

Am Abend des 30. Oktober 2018 hatte sich der Angeklagte selbst bei der Polizei gemeldet und von der Bluttat berichtet. Die Beamten fuhren sofort zu der angegebenen Adresse in Dortmund-Scharnhorst. Helfen konnten sie der Frau aber nicht mehr. Insgesamt 43 Stich- und Schnittverletzungen zählten Rechtsmediziner später bei der Obduktion am Körper der Toten.

Die Staatsanwaltschaft geht von Eifersucht als Tatmotiv aus. Die Frau hatte sich schon Wochen vor der Tat von dem Mann getrennt. An jenem verhängnisvollen Abend soll sie ihn dann aber doch noch einmal in ihre Wohnung gelassen haben.

Wie es heißt, bekam der 31-Jährige dort mit, wie seine Ex-Frau Kurznachrichten mit einem anderen Mann austauschte. Deshalb soll er ein Messer ergriffen und zugestochen haben. Die beiden gemeinsamen Kinder des Paares mussten die Bluttat offenbar mit ansehen. Anschließend soll der Angeklagte die Leiche fotografiert und das Bild bei Instagram hochgeladen haben.

Der Angeklagte muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen

Die Anklage lautet auf Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen. Im Falle eines entsprechenden Schuldspruches müsste der 31-Jährige mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen.

Einen Termin für die Verhandlung am Schwurgericht gibt es allerdings noch nicht. Zunächst muss die zuständige Kammer entscheiden, ob sie die Anklage der Staatsanwaltschaft überhaupt zulässt. Fristgemäß müsste der Prozess spätestens sechs Monate nach der Festnahme des Mannes, also Ende April, beginnen.

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