Mountainbiker rasen in Höchsten über Privatweg

Beliebtem Privatweg droht Schließung

Höchsten - Es ist wohl der letzte Versuch, einen Privatweg offen zu halten, den die Bürger schon seit vielen Jahrzehnten nutzen. Jetzt sind die am Zuge, die für eine mögliche Schließung verantwortlich sind.

Es geht um knapp 100 Meter Wegstrecke. Von der Straße Schlapper Pfad in Richtung Niederhofer Wald. Pädgen sagt man hier wohl dazu. Ein schmaler Weg, der zwischen Feld und Gärten vorbei verläuft. Er gehört der Familie Zander - schon seit unzähligen Jahren. Er soll früher angelegt worden sein, damit die Höchstener zur Kirche nach Wellinghofen gelangen konnten.

Rücksichtsloses Verhalten

Um diesen "heiligen Pfad" gibt es Ärger - schon länger. Was an unbelehrbaren Radfahrern liegt - so die Aussage von Manfred Zander und einigen Anwohnern. "Ich möchte den Weg offen halten", sagt Zander, der hier selbst mit seinem Hund in Richtung Wald spaziert. "Ich möchte mir aber nicht von rücksichtslosen Mountainbikern den Hintern abfahren lassen".

Keine Hilfe von der Verwaltung

So suchte er im letzten Jahr Hilfe bei der Verwaltung und der Forstbehörde. Die konnten in diesem Fall nicht helfen. Privat ist eben privat. Schon nach der ersten Veröffentlichung in unserer Zeitung gab es in den öffentlichen Netzwerken viel Zuspruch für Manfred Zander. "Es ist aber danach nicht besser geworden", so der Grundstücksbesitzer.

Immer wieder seien es Mountainbiker, die auf dem schmalen Weg nicht "vom Gas" gehen wollen. "Es sind natürlich nicht alle, so ist es nicht. Aber die wenigen, die einfach nicht einsehen, dass es hier gefährlich ist, wenn auch noch Fußgänger den Weg gleichzeitig nutzen, machen es eben dann aus."

Schilder sollen helfen

Jetzt soll ein letzter Versuch gemacht werden, den Weg offen zu halten. Denn Manfred Zander stellt noch einmal klar: "Schließen möchte ich den Durchgang eigentlich nicht." Also hat Zander in die Tasche gegriffen und Schilder besorgt. "Radfahrer absteigen" ist darauf unter anderem zu lesen. "Bei einigen hat es schon geholfen, die steigen jetzt auch vom Rad. Aber es gibt eben die Unbelehrbaren." Um denen die Durchfahrt noch ein wenig mehr zu erschweren, wenn das bei der Enge des Weges überhaupt geht, wird Manfred Zander noch einige gut sichtbare Hindernisse einbauen.

Rot-weiße Metallpfosten, die eine zügige Durchfahrt dann unmöglich machen. "Da muss man sich dann dran vorbeischlängeln", sagt Zander. Natürlich sei der Einbau der "Sicherungen" auch zum Nachteil der Fußgänger (Kinderwagen kommen ja jetzt schon nicht durch), aber das müsse man dann eben in Kauf nehmen, wenn der Weg nicht schon bald Geschichte sein soll.

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