Rund 30 Polizistinnen und Polizisten, die meisten Beamten davon in Mülheim, stehen unter Verdacht, jahrelang rechstextremen Chat-Gruppen angehört zu haben.
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Rund 30 Polizistinnen und Polizisten, die meisten Beamten davon in Mülheim, stehen unter Verdacht, jahrelang rechstextremen Chat-Gruppen angehört zu haben.

Polizei Mülheim

Innenministerium: Chatgruppen waren rassistisch, sexistisch und homophob

Das Düsseldorfer Innenministerium hat Auszüge eines noch internen Sonderberichts zu den umstrittenen Chatgruppen bei der Polizei in Mülheim an der Ruhr veröffentlicht. Und der hat es in sich.

Wörtlich heißt es demnach in dem rund 30-seitigen Papier: «Das Handeln der Treiber und Unterstützer ging deutlich über das Posten rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher, rassistischer und antisemitischer Inhalte hinaus.» Es sei um «Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamphobie, Sexismus, Homophobie etc.» gegangen.

Auslöser für die frühzeitige Veröffentlichung dieser Passage des Berichts, der dem Innenministerium nach eigenen Angaben erst seit Montag vorliegt: Essens Polizeipräsident Frank Richter hatte seinerseits an das Ministerium geschrieben, dass «es sich nach Bewertung der Sonderinspektion nicht um extremistische Chatgruppen gehandelt hat». Aus Richters Brief hatte am Wochenende zunächst die «WAZ» zitiert, danach die Deutsche Presse-Agentur.

Tatsächlich lautet der Satz, auf den sich Richter bezieht, zunächst: «Es handelt sich bei den identifizierten Chatgruppen nicht um extremistische Chatgruppen, sondern um private Chatgruppen...». Dann heißt es laut Ministerium in dem Bericht aber weiter: «...die durch deviantes Verhalten missbräuchlich genutzt wurden, unter anderem durch das Einstellen von rechtsextremistischen, fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitischen Inhalten».

Der komplette Bericht der Sonderinspektion der Polizei Essen/Mülheim an der Ruhr soll laut Innenministerium nach seiner hausinternen Prüfung dem Landtag und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

dpa/lnw

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