Nach Dürresommer: Weniger Lachse erreichen Laichgebiete

Köln (dpa/lnw) - Das Niedrigwasser im Rhein erschwert vielen Lachsen den Weg in ihre Laichgebiete. Wegen der schwachen Strömung sei es für die Fische schwieriger, den Weg in die Nebenflüsse des Rheins zu finden, sagte Laura Gangi von der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins am Mittwoch.

"Dann kommt es zu Notablaichungen. Die sind am Rheinhauptstrom weniger erfolgreich als im günstigen Umfeld kleinerer Flüsse wie der Sieg", betonte Gangi. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet, dass weniger Lachse gezählt worden seien. Zum Laichen verlassen Lachse das Meerwasser, um durch Süßwasserflüsse zum Ort ihrer Geburt zu schwimmen.

Für Ereignisse wie eine Dürre könne die Natur allerdings auf Reserven zurückgreifen, sagte der Biologe Armin Nemitz vom Rheinischen Fischereiverband. Werden die Tiere in einem Jahr am Aufstieg gehindert, sei deshalb nicht gleich der ganze Jahrgang verloren. "Ein Geburtenjahrgang Lachse teilt sich bei der Rückkehr auf mehrere Jahre auf", sagte Nemitz.

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