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An dieser Stelle explodierte die Gasleitung.

Nach dem Explosionsunglück

Gasleitung explodiert – Ursachenforschung hat begonnen

MARL - Nach der Explosion an der Recklinghäuser Straße wurde am Donnerstag vor Ort nach der Ursache geforscht. „Wir vermuten einen technischen Defekt an einem Bauteil der dort verlegten Rohre“, so Helmut Roloff, Pressesprecher der Netzbetreibergesellschaft „Open Grid Europe“.

Am Mittwoch gegen 12 Uhr war die Leitung explodiert. Der Knall und das anschließende Zischen des ungehindert ausströmenden Gases waren weithin zu hören. Die Explosion riss einen tiefen Krater in den Boden. Die Druckwelle wirbelte Unmengen Sand in die Luft.

Dass kein Mensch zu Schaden kam, war einem glücklichen Umstand zu verdanken. Auf der Baustelle der Firma „Open Grid Europe“ herrscht noch Winterruhe. Normalerweise arbeiten dort bis zu zehn Mann. Nicht auszudenken, wenn sich die Explosion bei laufendem Betrieb ereignet hätte. Roloff: „Das hätte schlimm ausgehen können. Wir haben Glück im Unglück gehabt.“

Das Unternehmen hat die Baustelle in Höhe der Fischteiche im Städtedreieck Marl/Herten/Recklinghausen eingerichtet. Normalerweise sind die Leitungsrohre in einer Tiefe von 80 bis 100 Zentimetern verlegt. Das Unternehmen hat aber festgestellt, dass dort diese Vorgabe nicht eingehalten wurde.

Herausgekommen ist das eher zufällig. Ein Bauer hatte beim Pflügen des Feldes ein unterirdisch verlegtes Kabel zerrissen. Bei der Reparatur entdeckte man, dass die Rohre zu hoch lagen. Roloff: „Die Leitung wird nun entsprechend tiefer gelegt.“

Die Gasleitung verläuft meist über landwirtschaftlich genutztes Gebiet von Dorsten über das Marler Stadtgebiet weiter nach Castrop-Rauxel, so Helmut Roloff weiter. Sie transportiert über diese Leitung L-Gas – ein Erdgas, das einen niedrigeren Brennwert als H-Gas hat und zum Großteil aus Methan besteht. Bezieher seien Industriekunden, sagte der Sprecher.

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