Nach Filmdoku

Ministerium lässt Klinik überprüfen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Filmdokumentation "Elternschule" zum Anlass genommen, die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen unter die Lupe zu nehmen. So soll die zuständige Bezirksregierung Münster aufsichtsrechtlich prüfen, ob bei den Therapien in der Klinik Freiheitsentziehungen stattgefunden haben und ob diese gerichtlich genehmigt waren.

Berufsrechtlich sollen die Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Psychotherapeutenkammer NRW die Arbeit der Klinik bewerten. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Ministeriums an den Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend des nordrhein-westfälischen Landtags hervor.

Der vor vier Wochen in den Kinos gestartete zweistündige Film handelt von der mehrwöchigen Behandlung von psychosomatisch erkrankten Klein- und Vorschulkindern etwa mit massiven Ess- und Schlafstörungen. Kritiker werfen der Klinik vor, in den Therapien Gewalt anzuwenden. Die Klinik weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet ihre Arbeit als "absolut gewaltfrei".

Vorlage des Gesundheitsministeriums an den Familienausschuss des Landtags NRW vom 7.11.

Stellungnahme DGKJP vom 2.11.

Stellungnahme Klinik vom 27. Oktober

Kinotermine Elternschule

Stellungnahme Kinderschutzbund vom 25. Oktober

Homepage Film

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