Nach Spielplatz-Sperrung in Bövinghausen

Nägel- und Kleber-Verteiler drohen Kosten von über 10.000 Euro

BÖVINGHAUSEN - Am Tag nach dem Fund von Nägeln und einer klebrigen Flüssigkeit auf einem Spielplatz im Dortmunder Stadtteil Bövinghausen läuft die Suche nach den Verantwortlichen. Sollten sie gefunden werden, dürfte es teuer für sie werden.

Der Spielplatz an der Straße "Am Rhader Holz" ist immer noch bis auf Weiteres gesperrt. Er war noch am Montag mit Bauzäunen gesichert worden, nachdem Kinder am Vormittag Nägel im Sand gefunden hatten und später auch noch eine verdächtige Flüssigkeit auf allen Spielgeräten entdeckt worden war.

Wie die Stadt Dortmund am Dienstag bekannt gab, handelte es sich bei der klebrigen Flüssigkeit nach ersten Erkenntnissen um einen Industriekleber auf Polyurethan-Basis. Solche Kleber werden unter anderem bei der Automobil-Produktion eingesetzt. Nachdem der Klebstoff am Montagnachmittag auf den Spielgeräten ausgehärtet war, hatte ihn die Feuerwehr für ungefährlich erklärt.

Drei Bänke sind bereits abgebaut

Trotzdem hat die Stadt drei Sitzbänke, auf denen der Kleber verteilt wurde, am Dienstag abgebaut. Noch ist unklar, was mit den ebenfalls betroffenen Rutschen und den anderen Spielgeräten passiert. Hier prüfe man noch, ob eine Fachfirma den Kleber beseitigen könne, so die Stadt. Dazu sei aber ein Ortstermin notwendig.

Die Sandflächen des Spielplatzes werden am Mittwoch gereinigt. Erst dann könne man auch sagen, wie viele Nägel tatsächlich im Sand steckten. Die Feuerwehr sprach am Montag von mehr als zehn, die bis dahin gefunden worden waren.

Feuerwehr will Täter die Einsatzkosten in Rechnung stellen

Derweil haben die Ermittlungen der Polizei begonnen. Noch gebe es keine Erkenntnisse zu dem Täter, hieß es am Dienstagnachmittag aus der Polizei-Pressestelle, man suche nun Zeugen des Vorfalls. Vergleichbare Vorkommnisse habe es in Vergangenheit nicht auf diesem Spielplatz gegeben. Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung und des Verdachts auf versuchte Körperverletzung.

Sollte der Täter gefunden werden, wird es wohl teuer für ihn. Die Feuerwehr kündigte an, ihm in diesem Fall ihren kompletten Einsatz in Rechnung zu stellen. Das wären deutlich mehr als 10.000 Euro, so Feuerwehr-Sprecher Oliver Körner. Und da wären die Kosten für die Beseitigung der Schäden am Spielplatz noch nicht drin.

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