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Noch zufrieden: Schalkes Cheftrainer Domenico Tedesco und Schalkes Co-Trainer Seppo Eichkorn in Benidorm. Nach dem Spiel gegen Genk hat sich die Stimmung deutlich verschlechtert. Foto: Tim Rehbein/dpa

Nach Trainingslager

Schalke kehrt mit vielen Sorgen im Gepäck zurück

Benidorm/Gelsenkirchen - Die Probleme der Königsblauen sind im Trainingslager nicht kleiner geworden. An zahlreichen Baustellen muss weiter gearbeitet werden – eine weitere kam dazu. Die Rückrunde durfte also zur Herausforderung für S04 werden.

Wenn, ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Hätte der Schiedsrichter am Freitag das Testspiel der Schalker gegen Genk vier Minuten früher abgepfiffen, dann wäre Trainer Domenico Tedesco nach dem Spiel sicherlich etwas besser gelaunt vor die Journalisten getreten.

Doch vier Minuten vor dem Abpfiff verletzte sich Salif Sané am rechten Oberschenkel. „Er hat einen kleinen Stich gespürt“, berichtetet Tedesco – am heutigen Montag soll eine MRT-Untersuchung Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Im schlimmsten Fall könnte es ein Muskelfaserriss sein – damit droht Sané zum Hinrundenstart auszufallen. Das würde die Zahl der Baustellen auf Schalke noch vergrößern. Diese Probleme muss S04 jetzt in den Griff bekommen:

Die Innenverteidigung

Sollte Sané gegen Wolfsburg ausfallen – wofür zurzeit viel spricht – hat Schalke nach dem Naldo-Abschied mit Matija Nastasic nur noch einen fitten gelernten Innenverteidiger im Kader. Eventuell könnte Weston McKennie diese Rolle ausfüllen, auch Omar Mascarell wäre eine denkbare Alternative. Allerdings wären das alles nur Notlösungen. Schon im Testspiel gegen Genk präsentierte sich die Abwehr alles andere als sattelfest – eine nicht eingespielte Innenverteidigung könnte für noch weniger Sicherheit sorgen. Abhilfe könnte ein Transfer schaffen – doch das Thema führt zum nächsten Punkt:

Die Personallage

Zwei bis drei Offensivspieler hatte sich Domenico Tedesco gewünscht, dazu nach dem Abgang von Naldo noch einen Innenverteidiger. Bis jetzt ist personell noch nichts passiert. „Es ist immer schlimm, wenn ein Spieler sich verletzt - vor allem, wenn er auf einer Position spielt, auf der wir unterbesetzt sind“, hatte Tedesco die Sané-Verletzung kommentiert – wer mag, darf das als leise Kritik an seinem Manager auffassen.

Die Zeit drängt jetzt. Auch, wenn Tedesco betonte, dass ihm die Qualität eines Transfers wichtiger sei als der Zeitpunkt, ist natürlich jeder Tag mehr, den ein neuer Spiele r mit der Mannschaft trainiert, wertvoll. Es ist anzunehmen, dass die Verpflichtung eines Innenverteidigers jetzt Priorität hat, doch auch in der Offensive soll noch nachgelegt werden. Zeit hat Christian Heidel noch bis zum 31. Januar – dann schließt in Deutschland das Transferfenster. Bis zu diesem Tag wird Schalke allerdings schon zwei Rückrundenspieltage absolviert haben.

Die Hierarchie in der Mannschaft

Hier ist durch den Abschied von Naldo eine Lücke entstanden, die nicht auf Anhieb geschlossen werden kann. „Gruppendynamik ist ja ein ständiger Prozess“, sagt Tedesco. Nach dem Testspiel gegen Genk lobte der Trainer die Ansprachen von Bastian Oczipka, Benjamin Stambouli und Daniel Caligiuri – offenbar sieht er diese Spieler neben Torwart und Kapitän Ralf Fährmann in der Rolle von Führungsspielern. Um diese Rolle ausfüllen zu können, müssten die Spieler allerdings auch konstante Leistung auf dem Platz zeigen – das war in der Hinrunde bislang nicht der Fall.

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