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Polizeibeamte erkannten einen Einbrecher vom Überwachungsvideo wieder und nahmen ihn wenige Stunden nach der Tat fest.

Nach Überfall in der Nordstadt

Bekannte wollen Räuber befreien - Schläge gegen Polizisten

DORTMUND/LÜNEN - Ein 21-jähriger Dortmunder ist am Montagabend in der Nordstadt überfallen und niedergeschlagen worden. Bei der Fahndung nach den Tätern führte die Spur schnell nach Lünen. Doch als die Polizei dort drei Verdächtige festnehmen wollte, wurde sie angegriffen.

Der Überfall spielte sich am Montagabend gegen 22.45 Uhr in der Nähe der Güterstraße am nördlichen Rand der Dortmunder Nordstadt ab: Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, wurde ein 21-jähriger Dortmunder eigenen Angaben zufolge von drei jungen Männern nach einer Zigarette gefragt.

"Erst kamen die vier ins Gespräch, dann forderte einer aus der Gruppe die Tasche des Dortmunders", so die Polizei. "Als dieser die Abgabe verweigerte, bedrohte ein Tatverdächtiger ihn mit einem Schlagstock. Gleichzeitig bekam der 21-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht." Schließlich gab der Dortmunder die Tasche samt Wertsachen heraus. Das Trio stieg in die U-Bahn in Richtung Lünen und verschwand.

Beamte finden Wertsachen des Opfers in Lüner Wohnung

Nachdem ein 20 Jahre alter Dortmunder das Raubopfer entdeckt und die Polizei alarmiert hatte, lief die Fahndung an. Aufgrund der Fluchtrichtung des Trios wurden auch Lüner Polizeibeamte miteinbezogen. Schließlich führte die Täterbeschreibung des Opfers zusammen mit dem Hintergrundwissen der Lüner Kollegen die Beamten zu einer Wohnung in der Ottostraße in Lünen.

Dort trafen sie drei polizeibekannte junge Männer (17 aus Waltrop, 18 aus Lünen, 24 derzeit ohne festen Wohnsitz), auf die die Beschreibung passte. In der Wohnung fanden die Polizisten auch die Gegenstände, die eigentlich dem 21-Jährigen gehören, darüber hinaus neun Mobiltelefone, "von denen mindestens zwei aus vorangegangen Diebstählen stammen dürften", so die Polizei. "Die Beamten stellten die Mobiltelefone sowie das andere Diebesgut sicher und nahmen die drei vorläufig fest."

Polizisten greifen zu Pfefferspray und Schlagstöcken

Doch plötzlich griffen zwei weitere Männer ins Geschehen ein: Die beiden 33- und 38-jährigen Lüner versuchten, die Festnahme 17 und 18 Jahre alten Verdächtigen zu verhindern. "Hierbei schlugen und traten sie in Richtung der Polizisten", schreibt die Polizei. Die wehrten sich mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Dadurch gelang es den Beamten, die Angreifer zu überwältigen und ebenfalls festzunehmen.

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