Nach Versetzungen

Gewerkschaft spürt Gegenwind bei Burger King

Eving - Im September 2017 eröffnete ein neues Restaurant der Fast-Food-Kette Burger King in Eving. Seit sich nun Anfang Januar Mitarbeiter an die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) wandten, um einen Betriebsrat zu gründen, sei man beim Arbeitgeber "auf heftigen Gegenwind gestoßen".

90 Minuten nach dem Aushang des Wahlausschreibens im Restaurant am 5. Januar, sagt NGG-Sekretär Manfred Sträter, hätten die drei Initiatoren der Betriebsratswahl die schriftliche Anweisung erhalten, "das Papier" sofort abzuhängen. Zweien der Einlader sei zudem die Versetzung in andere Restaurants angekündigt worden; der Dritte - der Restaurant-Manager - sei ab 8. Januar nach Hamm versetzt worden.

Versetzunge für nichtig erklärt

Der neue Restaurant-Manager habe zwei weitere Mitarbeiterinnen, die für den Betriebsrat kandidieren wollen, versetzt. Trotzdem, sagt Sträter, versammelten sich vorvergangenen Sonntag (21.1.) 19 der 38 Beschäftigten in Eving, um einen Wahlvorstand zu wählen und Kandidaten aufzustellen. "Hut ab", sagt Sträter, der davon spricht, dass die Mitarbeiter vom Arbeitgeber "stark eingeschüchtert wurden".

Die Versetzung des Restaurant-Managers nach Hamm hat am Freitag das Arbeitsgericht für nichtig erklärt. Die Versetzung einer anderen Mitarbeiterin nach Velbert nehme er zurück, um die Wogen zu glätten, sagte am Sonntag auf Anfrage Schloss-Burger-Personalchef Heiko Herfurth. Er sagt: "Alle Versetzungen haben einen betrieblichen Hintergrund und stehen nicht in Zusammenhang mit der Wahl des Betriebsrates."

Betriebrat wird am Montag gewählt

Wechsel und Versetzungen seien "in einem neuen Betrieb ganz normal". Herfurth räumt ein, dass die Kommunikation im Zusammenhang mit den Versetzungen nicht gut gewesen sei. Aber: "Wir schüchtern niemanden ein, in unserem Unternehmen pflegen und fördern wir eine offene Kommunikation unter allen Mitarbeitern."

Manfred Sträter hatte zuletzt einen ganz anderen Eindruck. So oder so: Am Montag wird der Betriebsrat in Eving gewählt. Man wolle mit ihm "den gewohnt guten Dialog führen", sagt Herfurth. Betreiber des Ladens und weiterer Filialen in Dortmund ist die Schloss Burger GmbH mit Sitz in Hamburg.

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