Nadja Lüders weiterhn SPD-Unterbezirksvorsitzende

Wirtschaftsförderungs-Chef macht Parteikarriere

Dortmund - Nadja Lüders, designierte Generalsekretärin der Landes-SPD, bleibt Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Dortmund. Sie wurde auf dem Unterbezirks-Parteitag am Samstag im Saal des Berufsförderungswerks in Hacheney mit großer Mehrheit wiedergewählt.Und sie hat einen neuen Vize an ihrer Seite.

Nadja Lüders (47), designierte Generalsekretärin der Landes-SPD, bleibt Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Dortmund. Sie wurde auf dem Unterbezirks-Parteitag am Samstag im Saal des Berufsförderungswerks in Hacheney wiedergewählt. Neu im Unterbezirks-Vorstand ist Wirtschaftsförderungs-Chef Thomas Westphal (51), dem Ambitionen nachgesagt werden, irgendwann einmal Oberbürgermeister Ullrich Sierau beerben zu wollen.

Nadja Lüders erhielt bei der Wahl zur Vorsitzenden rund 83 Prozent der Stimmen - wie schon bei der letzten Wahl vor zwei Jahren. Westphal kam auf 87 Prozent, der zweite Vize im Vorstand, Jens Peick (36) erreichte bei seiner Wiederwahl 95 Prozent der Stimmen. Zum neuen Schatzmeister wurde der Landtagsabgeordnete Volkan Baran mit 93 Prozent gewählt.

Unterstützung für Kandidatur bei Landes-SPD

Demonstrative Unterstützung bekam Nadja Lüders auf dem Parteitag für ihre Ambitionen in der NRW-SPD. Sie kandidiert auf dem SPD-Landesparteitag Ende Juni für das Amt der Generalsekretärin (wir berichteten). Dies sei gut mit dem Amt der Unterbezirksvorsitzenden zu verbinden, zeigte sich Nadja Lüders überzeugt. "Ich möchte, dass Dortmund wieder Impulsgeber in der NRW-SPD ist", sagte die 47-Jährige.

Der Europa-Abgeordnete Prof. Dr. Dietmar Köster wurde vom Parteitag einstimmig erneut als Kandidat für die Wahl zum Europaparlament am 26. Mai 2019 nominiert. "Sozialdemokraten stehen für ein Europa der Solidarität und der Hoffnung für die Vielen und nicht der Wenigen", sagte Köster.

Hartz-IV-Reform gefordert

Klare Zeichen setzte der SPD-Unterbezrik auch inhaltlich. Auf Antrag des Unterbezirksvorstand forderten die Dortmunder Genossen eine umfassende Steuerreform und eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine deutliche Reform der Hartz-IV-Gesetzgebung.

Dazu gehören eine Ausweitung der aktiven Arbeitsmarktpolitik mit einem öffentlich geförderten sozialen Arbeitsmarkt, Investitionen in Personal und die Qualifizierung der Mitarbeiter in den Jobcentern sowie eine stärkere regionale Ausrichtung der Förderpolitik. Die Hartz-IV-Regelsätze sollen erhöht und jährlich an die Inflationsrate angepasst, die Anrechnung von Kinder- und Betreuungsgeld ebenso wie Sanktionen gegen Leistungsbezieher abgeschafft werden.

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