Neue Regelung

Das müssen Kanuten ab dem 1. April auf der Lippe beachten

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KREIS RE - Ab dem 1. April sind Kanu-Touren auf der Lippe nur noch eingeschränkt möglich. Wir zeigen, was Kanuten jetzt beachten möchten.

Wer auf der Lippe Kanu fährt, bewegt sich in einem europaweit bedeutenden Naturschutzgebiet. Um die Flora und Fauna in ihren Lebensräumen nicht zu stören, gelten dort am Montag, 1. April, besondere Vorschriften für alle Besucher und Nutzer des Gebiets.

„Für alle Tiere, insbesondere aber die Vögel, gibt es besondere Zeiten, in denen zu viele Störungen den Bestand der Art langfristig gefährden können. In der Winterruhe, während der Brut oder Laichzeiten können solche Störungen fatal sein“, wirbt Karl Malden, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises RE, um Verständnis. Zum Beispiel könne Fluchtverhalten im Winter zu nachhaltigen Schwächungen und Erschöpfung der Tiere und am Ende zum Tod führen. Nester können verlassen werden, der Bruterfolg ausbleiben und damit langfristig dazu führen, dass ganze Populationen von Tieren verschwinden. „Dabei ist es leider egal, wer mit welcher Absicht stört, ob der Fuchs einem Vogel nachstellt oder ein Jäger, Naturschützer oder Kanute unbeabsichtigt einem Nest zu nahe kommt.“

Um die Störungen möglichst klein zu halten und trotzdem die Nutzung der Lippe durch Menschen zu ermöglichen, hat der Kreis RE in Abstimmung dem Deutschen Kanuverband (DKV) besondere Maßgaben abgestimmt. Die Regelungen ab 1. April im Überblick:

  1. Für die beiden Teilabschnitte von der Lippramsdorfer Straße in Marl bis zur A 43 und im Bereich um Haus Vogelsang in Datteln-Ahsen (siehe Grafik) gilt auf der Lippe eine Begrenzung von maximal 30 Booten pro Tag.
  2. Eine Anmeldung ist unter www.kreis-re.de/kanu notwendig.
  3. Ein Insasse pro Boot muss im Besitz eines Nachweises über die Teilnahme an einer DKV-Ökoschulung oder einer anderen, gleichwertigen Schulung sein.
  4. Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Sperrung der Lippebrücke in Datteln-Ahsen ist eine Durchfahrt im entsprechenden Abschnitt derzeit nicht möglich.

Für Fragen steht Andreas Kückmann zur Verfügung, Tel. 02361/53-6414 oder per E-Mail an .

Auf unserer interaktiven Karte sehen Sie die eingeschränkten Bereiche:

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