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Der Ford C-Max brannte auf der A43 mitten in der Baustelle komplett aus.

Neue Vorschläge, keine Lösung

Keine Rettungsgasse für A43-Baustelle

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RECKLINGHAUSEN - Straßen.NRW und die Feuerwehr reden über die Rettungswege in der A 43-Baustelle. Der Disput konnte noch nicht aus der Welt geschafft werden.

Im Disput um die Rettungswege in der A 43-Autobahnbaustelle haben Straßen.NRW und die Feuerwehr Recklinghausen noch keine Übereinkunft erzielt. Ein Gespräch zu dem Thema habe kürzlich zwar in „konstruktiver Atmosphäre“ stattgefunden, erklärten beide Seiten. Einer Lösung ist man dabei offensichtlich aber nicht näher gekommen.

Bei einem Fahrzeugbrand am 18. Juni in der A 43-Baustelle bei Recklinghausen war das Problem deutlich geworden. Die Feuerwehr blieb im Stau stecken, weil die Verkehrsteilnehmer wegen der engen Fahrstreifen keine Chance hatten, eine Rettungsgasse zu bilden. Ein Löschzug kam schließlich über die Gegenfahrbahn an den Ort des Geschehens heran.

Stau ist keine Alternative

Mit Unverständnis reagierte der Landesbetrieb Straßen.NRW darauf, dass die Feuerwehr nicht die Rettungswege benutzt hatte, die über die Baustelle selbst führen. An mehreren Lotsenpunkten können schwere Fahrzeuge über Rampen an die Autobahn heranfahren. Doch die Feuerwehr meidet diese Wege. Sie könnten durch Baufahrzeuge oder Gräben plötzlich versperrt sein, befürchten die Retter. Das wiederum hält Straßen.NRW für ausgeschlossen. Die Behörde habe den Baufirmen zur Auflage gemacht, dass in der Baustelle immer ein 3,25 Meter breiter Rettungsweg freigehalten werde, so Carola Ziebs, Projektleiterin für den A 43-Ausbau. Und das werde auch kontrolliert. Obwohl Straßen.NRW den Lotsenplan noch einmal aktualisiert hat, bleibt die Recklinghäuser Feuerwehr bei ihrer ablehnenden Haltung zu den Rettungswegen auf der Baustelle. „Wir haben aber verschiedene neue Vorschläge eingebracht“, berichtet Christian Schell, Sprecher der Recklinghäuser Feuerwehr. Details wollte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Für Ende August ist zwischen beiden Seiten ein neuer Gesprächstermin vereinbart worden.

Kameras und Feuerlöscher

Auch Straßen.NRW war mit Verbesserungsvorschlägen in die Runde gegangen, an der Polizei, Baufirmen sowie Kreis- und Stadtverwaltung ebenfalls teilnahmen. Die Installation von Kameras, das Bereitstellen von Feuerlöschern entlang der Strecke, eine augenfälligere Beschilderung oder regelmäßige Übungen mit der Feuerwehr waren in diesem Zusammenhang Stichworte. Eine Variante scheidet nach Ansicht der Straßenbauexperten von vornherein aus: Eine Rettungsgasse, die permanent freigehalten wird. Dafür müsste der Verkehr, der jetzt noch auf zwei Spuren in jeder Richtung durch die Baustelle geführt wird, auf jeweils eine Spur reduziert werden. Die Konsequenz wären nach Einschätzung von Straßen.NRW 20 bis 30 Kilometer lange Staus im Berufsverkehr.

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