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Eröffung Haus der Diakonie Recklinghausen. Von links: Christina Mees, Dr. dietmar Kehlbreier und Franziska Zander. 280319, Foto: Thomas Fiekens

Neue Zentrale, neuer Slogan

So wirbt die Diakonie um Fachkräfte

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KREIS RE - Die Diakonie nimmt als großer Arbeitgeber den Wettbewerb um Fachkräfte aller Bereiche an. Die neue Zentrale in Recklinghausen ist ebenfalls am Netz.

Man kennt die Redewendung aus dem Alltags-Sprachgebrauch. „So – und nun bist Du dran.“ Das Diakonische Werk im Kirchenkreis RE verpackt die Ansage in einer aktuellen Personalkampagne eleganter, die Aussage bleibt eindringlich: 1883 Frauen und Männern arbeiten für die Diakonie als einem der größten Arbeitgeber im Kreis. Und zwar in 143 Einrichtungen in 9 Städten und 93 Berufsfeldern – jetzt kommst du! Genau so lautet auch das Motto, mit dem sich die Diakonie ab sofort auf Großplakaten und Linienbussen oder mit eigenem Spot in sozialen Medien präsentiert.

Natürlich holt der Wettbewerb um Fachkräfte auch Wohlfahrtsverbände ein, Handwerksbetriebe und Dienstleister kennen das bereits. Der Hintergrund ist ernstzunehmen: Auch die Diakonie muss sich zeitgemäß aufstellen, nicht von ungefähr fällt der Start der Personalkampagne mit der Eröffnung des „Hauses der Diakonie“ in RE zusammen. Am Wochenende bekam dort Geschäftsführerin Christa Stüve den symbolischen Schlüssel von Architekt Rainer Steinke (Büro Steinke & Zils) überreicht.

"Die Spanne ist breiter"

„Jeder denkt sofort an den Pflegebereich oder die Arbeit mit behinderten Menschen, wenn er Diakonie hört“, weiß Dr. Dietmar Kehlbreier, Diakoniepfarrer und Geschäftsführer. „Dabei ist die Spanne viel breiter.“ Tatsächlich reicht sie vom Architekten über den Informatiker bis zum Tischler. Und doch drängt der Gedanke an Pflege und Behindertenarbeit immer wieder auf – fraglos belastende Arbeiten, aber so dringend notwendig. Personalentwicklerin Franziska Zander und Christina Mees haben „Jetzt kommst Du!“ mitentwickelt – es gab Mitarbeiterbefragungen und überhaupt die Bestandsaufnahme, wo man steht. Und wohin man möchte, welche Werte zählen. Zur Ehrlichkeit gehört: Natürlich gibt es in einem Betrieb mit 1883 Frauen und Männern Konflikte und Reibungspunkte.

„Man kann darauf warten, dass die Menschen zu uns kommen, die wir brauchen – man kann aber auch selbst aktiv werden: Wie also spricht man diese Leute an?“, umreißt Mees den Ansatz. „Wir haben die Frage von der anderen Seite her gestellt: „Warum sollte jemand zu uns kommen?“, berichtet Zander. „Attraktive Arbeitsplätze, gute Bezahlung, Entwicklungsperspektiven… wir haben ja, was andere auch haben – jetzt aber reden wir darüber.“ Im Videospot für die eigene Homepage und soziale Medien im Internet stehen Mitarbeiter buchstäblich mit ihrem Gesicht für die Arbeit, die sie leisten.

Hier ist die Diakonie im Kirchenkreis RE dann doch kein Arbeitgeber wie jeder andere. „Wir möchten auch in Zukunft für die Menschen, die sich in teils schwierigsten Lebenssituationen an die Diakonie wenden, da sei“, macht Kehlbreier deutlich.

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