Neuer Baudezernent

Zwei Kandidaten im Wartestand: CDU denkt über dritten Bewerber nach

Dortmund - Das Rennen um den Chefposten im städtischen Baudezernat ist noch nicht beendet. Zwei Kandidaten haben ihre Visitenkarte eingereicht. Der lachende Dritte aber könnte am Ende ein anderer sein.

Die Situation ist verfahren: Der amtierende Baudezernent Martin Lürwer (CDU) scheidet Ende 2018 aus. Als sicher gilt, dass ihn die Fraktionen in der Ratssitzung im September nicht wiederwählen werden. Wer die Nachfolge antritt? Das bleibt offen. Möglicherweise noch bis November. Nachdem die Neuwahl im Juli verschoben werden musste, lässt sich auch der September als Termin kaum noch halten.

Beide Baudezernent-Kandidaten sind umstritten

Da beide Bewerber, sowohl CDU-Ratsmitglied Sascha Mader, als auch Stephan Johannes Pfeffer (CDU), aktuell Baudezernent in Rheda-Wiedenbrück, nicht genügend Stimmen auf sich vereinen, könnte in den kommenden Wochen ein dritter Aspirant ins Rennen um den Chfeposten im städtischen Infrastruktudezernat einsteigen. Eine erweiterte Bewerbersuche mit zusätzlichen Vorstellungsrunden in den Fraktionen aber benötigt Zeit.

Anfang September will CDU-Rathauschef Ullrich Mongel mit seinen Farben diskutieren, das Bewerberverfahren fortzuführen und den Weg für weitere Interessenten zu ebnen. "Wir wollen einen Kandidaten, der eine möglichst breite Mehrheit bekommt", sagt Monegel. "Die Fraktion muss sich jetzt die Karten legen." Ein dritter Name indes kursiert im Rathaus noch nicht. Sollte das Verfahren für den Chefposten im Baudezernat tatsächlich weiterlaufen, könnten potenzielle Interessenten aus Verbänden und regionalen Gremien über eine direkte Ansprache zu einer Bewerbung ermuntert werden.

Politik guckt nochmal auf die Bewerberliste

Denkbar ist aber auch, dass ein weiterer Name aus der ursprünglichen Bewerberliste in den Fokus rückt, den die Politik zuvor gar nicht auf dem Radar hatte. Dabei handelt es sich um eine Frau aus dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

Die Verwaltung, die bei allen Einsendern erst einmal die formalen Voraussetzungen prüft, hatte die Unterlagen der Diplom-Ingenieurin bereits ausgemustert. Die Gründe: Aufgrund ihrer Qualifikation gestalte sich der Zugang zum höheren Dienst, der höchsten Laufbahn für Beamte, als schwierig. Zudem soll sie nicht über die geforderte "mehrjährige Führungserfahrung" verfügen. "Kein Kommentar", hieß es von Monegel. Ähnlich vage drückt sich SPD-Fraktionsgeschäftsführer Andrew Kunter aus. "Das Bewerbungsverfahren ist noch nicht beendet, das Rennen bleibt offen."

Neue Gespräche zwischen Fraktionsspitzen

Abzuwarten bleibt auch, wie sich die bisherigen Kandidaten verhalten, falls ein Konkurrent auftaucht. Sascha Mader (52), beruflich im Landesamt der Polizei für die Aus- und Fortbildung sowie für Personalangelegenheiten zuständig, hatte zuletzt erklärt, er werde seine Bewerbung nicht zurückziehen.

Das Problem: Mader findet sowohl bei der SPD als auch bei Linken und Grünen wenig Gegenliebe. Und er darf nicht darauf hoffen, dass sich daran etwas ändert. Sein Mitbewerber Stephan Johannes Pfeffer (55) wiederum stößt im eigenen CDU-Lager auf gehörige Skepsis. Zwischen den Fraktionsspitzen im Rathaus sind weitere Gespräche anberaumt.

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