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Der zwölfte Dortmund-Tatort führt Hauptkommissar Faber (Jörg Hartmann) in die Kampfsportszene. Am Freitag wurde unter anderem an der Katharinentreppe gedreht.

Neuer Fall für Faber

Tatort-Team dreht "Tod und Spiele" im Unionviertel

DORTMUND - Zurzeit ist das Team des Dortmund-Tatorts wieder in der Stadt unterwegs. Gedreht wird für die zwölfte Folge "Tod und Spiele", unter anderem im Unionviertel. Sie führt die Ermittler um Hauptkommissar Faber in die illegale Kampfsportszene - eine Geschichte, die einen realen Hintergrund haben könnte.

Die Anwohner der Adlerstraße/Ecke Sternstraße in der westlichen Innenstadt durften am Freitag Augenzeugen einer Szene im zwölften Dortmund-Tatort sein. Gedreht wurde unter anderem im Hinterhof des Kiosk „Adler 59“ für die Folge „Tod und Spiele“.

Darin ermitteln Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) und seine beiden Kolleginnen Martina Bönisch Anna Schudt) und Nora Dalay (Aylin Tezel) in der illegalen Kampfsport-Szene mit Käfigkämpfen, skrupellosen Strippenziehern und hohen Wetteinsätzen – ein Thema, das im Gegensatz zu vielen vorangegangenen Episoden in Dortmund noch keine Schlagzeilen gemacht hat.

Dortmunder Neonazis sollen an rechtsextremem Kampfsport-Turnier beteiligt sein

Allerdings könnte es trotzdem einen realen Hintergrund geben; denn Dortmunder Neonazis sollen an der Organisation und Durchführung des jährlich an geheimen Standorten stattfindenden rechtsextremen Kampfsport-Turniers „Kampf der Nibelungen“ maßgeblich beteiligt gewesen sein. Das berichtet unter anderem der Autor Robert Claus in seinem Buch „Hooligans“.

Sie sollen auch bei der illegalen Kampfsportveranstaltung selbst gekämpft haben. Just am heutigen Samstag findet das Turnier zum fünften Mal statt, bei dem Nazis aus Deutschland, Frankreich und Russland die Fäuste fliegen lassen und sich mit Füßen treten.

Faber befragt Zeugin an der Katharinentreppe

Noch gibt es kaum Informationen zu dem neuesten Dortmunder Tatort-Fall. Drehort war am Samstag auch ein Bürogebäude an der Katharinentreppe mit Blick auf die Bibliothek. Hauptkommissar Faber war dort für eine Zeugenbefragung unterwegs.

Im Hinterhof des Kiosk Adler 59 brannte am Freitag lange Scheinwerferlicht. Von 17 bis etwa 22 Uhr war die Filmcrew vor Ort, die Stern- und die Adlerstraße wurden für den Dreh in dreiminütigen Intervallen gesperrt.

"Es ist schon etwas Besonderes, in einem Tatort aufzutauchen"

Vor zwei Wochen hatte sich sich die Produktionsfirma an Bilal Eroglu gewandt, dessen Familie den Kiosk betreibt. Den Location-Scouts hat das künstlerische Graffito im Hinterhof gefallen, das unter anderem einen Boxer zeigt. Bilal Eroglu freut sich über das Interesse der Tatortmacher: „Es ist schon etwas Besonderes, in einem Tatort aufzutauchen und zu beobachten, wie so ein Drehtag aussieht.“ Auch das Ordnungsamt war vor Ort, um sicherzustellen, dass die temporären Halteverbotszonen in der Adler-, der Stern- und der Paulinenstraße eingehalten wurden.

Das Filmteam wird noch zwei weitere Tage in Dortmund drehen, das aber ohne Schauspieler. Es werden nur Impressionen aus der Stadt eingefangen, erklärte WDR-Sprecherin Barbara Feiereis auf Anfrage.

Das Drehbuch zum zwölften „Tatort“ aus Dortmund stammt von Wolfgang Stauch („Emma nach Mitternacht“). Regie führt Maris Pfeiffer („Ein starkes Team“). Produktionsfirma ist Warner Bros. ITVP Deutschland.

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