Neuerscheinung

Es gibt einen neuen 88 Seiten starken Führer zum Hebewerk

Das Schiffshebewerk Henrichenburg ist mehr als bekannt. Denkt man. Trotzdem gibt es einen neuen Kurzführer. Lohnt sich der? Wir haben ihn gelesen.

Heute ist das Schiffshebewerk Henrichenburg eines der beliebtesten Industriedenkmäler im Revier, vor knapp 120 Jahren bestaunten die Menschen am Dortmund-Ems-Kanal den "Aufzug für Schiffe" als technische Meisterleistung von Weltrang. Die Überwindung von 14,5 Höhenmetern schuf die Verbindung zum Dortmunder Hafen. Kaiser Wilhelm II. weihte das Hebewerk 1899 höchstpersönlich ein.

Ein neuer Kurzführer, herausgegeben vom Leiter des Westfälischen Landesmuseums Schiffshebewerk Henrichenburg, Arnulf Siebeneicker, beleuchtet Entstehung und Bedeutung des Bauwerks sowie seinen Wandel vom Verkehrsbau zum Museum.

Die Geschichte nimmt einen großen Raum ein

Im Kapitel "Vom Ruhrpott in die Welt" werden die nordwestdeutschen Kanäle vorgestellt, der Dortmunder Hafen als Wirtschaftsmotor wie auch andere Hebewerksmodelle auf der Welt. Großen Raum nimmt die Geschichte des Hebewerks ein, angefangen vom Bau, detaillierten Infos zu Technik und Architektur bis hin zu Flora und Fauna des Geländes. Spannend auch die Vorstellungen der zahlreichen Schiffe, die hier vor Anker liegen. Bau, ursprünglicher Einsatz, technische Daten und die Aufgaben der Besatzung werden genannt. Besonders ausführlich widmet sich der Autor dem Motorgüterschiff Franz-Christian, das im Mai 1929 in Lauenburg an der Elbe vom Stapel lief.

Und weil das Hebewerk schon immer Ziel für Ausflügler war, vor 100 Jahren wie noch heute, gibt es an der "Kumpel-Riviera" auch Ausflugslokale wie das Papachristos. Das Gebäude ist so alt wie das Hebewerk, war schon zu Kaisers Zeiten als "Grunewald" beliebt.

Auch praktische Tipps enthalten

Praktische Tipps zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Rundfahrten ergänzen das 88 Seiten starke Büchlein zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Das natürlich gar nicht in Henrichenburg, sondern in Waltrop liegt. Der Name hat sich eingeschichen, weil der Kanal ursprünglich in Henrichenburg errichtet und von der Emscher gespeist werden sollte. Weil die aber eher Kloake als Fluss war, wurde der Kanal nach Norden verlegt und mit dem Wasser der Lippe gespeist. Doch der Name blieb der alte.

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