Neues BVB-Video

Kinder-MRT holt die Südtribüne ins Klinikum Dortmund

Dortmund - Zwanzig Minuten lang still im MRT zu liegen, ist für Kinder eine große Herausforderung. Das Klinikum Dortmund lenkt die kleinen Patienten deshalb mit aufwändigen Filmen ab. Im neuesten von ihnen finden sich die Kinder mitten im Herz des BVB wieder: auf der Südtribüne.

Die neue BVB-Filmsequenz im MRT-Raum im 360-Grad-Video:

Als Marco Rühmann, Leiter der Stiftung "leuchte auf" des BVB, die Videoanimationen des Magnetresonanztomographen (MRT) in der Kinderklinik des Klinikums Dortmund sah, kam ihm eine Idee: "Warum nicht auch den BVB zeigen?"

Aus dieser Idee wurde mit Hilfe von Filmregisseur Prof. Adolf Winkelmann ein Film mit mehreren Sequenzen, den die Kinder während der Untersuchung im MRT nun sehen können. "Unter unseren Patienten gibt es natürlich auch viele BVB-Fans. Deshalb waren wir von der Idee schnell überzeugt", sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Dominik Schneider.

Wer nun in das MRT-Gerät eingefahren wird, hat nicht mehr das Gefühl, das er sich in einem sterilen Krankenhaus befindet. Stattdessen findet sich der Patient auf der Südtribüne des BVB-Stadions zwischen tausenden jubelnden Fans wieder, begleitet von Fangesängen und einer La-Ola-Welle nach der nächsten. Auch die zwei Jugendspieler Florian Wendt und Bjarne Seturski aus der U16 sind beim Kicken auf der Leinwand zu sehen.

Kein spannendes Spiel auf der Leinwand

"Wir können den Patienten natürlich kein spannendes Fußballspiel präsentieren. Die Kinder sollen sich nicht aufregen, sondern entspannen und in eine Art Traumwelt einsteigen", sagt Filmregisseur Prof. Adolf Winkelmann. Die Fußball-Szenen an den Leinwänden des Raumes werden mit einem Spiegel ins MRT-Innere übertragen.

"Wenn der Patient auf der Liege liegt, sieht er zuerst nur einen Tunnel, also die Röhre. Beim Reinfahren öffnet sich dann der Winkel und der Patient hat das Gefühl, als sei er mittendrin im Geschehen", sagt Kinderklinikdirektor Prof. Dr. Dominik Schneider. Die Videosequenzen haben denselben Effekt, der auch beim Fernsehschauen auftritt. Die Kinder schauen gebannt auf den Bildschirm, ohne sich zu bewegen. Unterstützend werden die Szenen alle zentral in der Mitte des Blickfeldes abgespielt.

1000 Patienten konnten bislang ohne Narkose untersucht werden

Der große Vorteil, der sich uns durch die Filme ergibt, ist, dass wir bei den Patienten ab vier Jahren größtenteils auf die Narkose verzichten können. Diese stellt besonders für die jungen Patienten einen massiven Eingriff dar. Bislang konnten wir 1000 Patienten ohne Narkose im MRT untersuchen", sagt Prof. Dr. Dominik Schneider.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Der "Süder Herbst" mit dem Bettenrennen ist ein Publikumsmagnet
Der "Süder Herbst" mit dem Bettenrennen ist ein Publikumsmagnet
Gegen Baum geprallt: Recklinghäuser kommt bei Verkehrsunfall in Haltern am See ums Leben
Gegen Baum geprallt: Recklinghäuser kommt bei Verkehrsunfall in Haltern am See ums Leben
Großer Andrang in der City: Datteln im Herbst trumpft mit PS-Monstern und Holland-Spezialitäten auf
Großer Andrang in der City: Datteln im Herbst trumpft mit PS-Monstern und Holland-Spezialitäten auf
200 TuS-Mitglieder lassen es in der Stadthalle in Oer-Erkenschwick so richtig krachen
200 TuS-Mitglieder lassen es in der Stadthalle in Oer-Erkenschwick so richtig krachen
Weshalb sich beim Seefest in Marl vieles verändert hat
Weshalb sich beim Seefest in Marl vieles verändert hat

Kommentare