Neues Info-Heftchen

Das "Dortmunder Dschungelbuch" sammelt Informationen für Arbeitslose

Mit dem "Dortmunder Dschungelbuch" will der Verein Arbeitslosenzentrum (ALZ) Durchblick bei Hilfsangeboten für Arbeitslose verschaffen. Scheinbar eine Marktlücke.

Rund 70 Einzeldienststellen aus dem gesamten Stadtgebiet findet man auf 63 Seiten, alles fein säuberlich unterteilt in zehn Kategorien: Arbeit und Arbeitslosigkeit, Finanzielle Absicherung, Alltäglicher Beruf, Recht, Trennung und Scheidung, Spezielle Hilfe für Frauen, Sozialberatung, Wohnen und Wohnungslosigkeit, Sucht, Teilhabe und Treffpunkte. Fast zwei Jahre arbeitete ALZ Der Verein daran. 2000 Exemplare sind in der ersten Auflage auf den Markt gegangen. Und die fanden so reißenden Absatz, dass bereits von einer zweiten Auflage im kommenden Jahr die Rede ist.

Die erste Auflage ist sehr beliebt

Scheinbar füllt das "Dortmunder Dschungelbuch" also eine Marktlücke in der Arbeitslosenarbeit und -szene. Das bestätigt auch SPD-Stadträtin Birgit Zörner: "Wenn die erste Auflage so schnell vergriffen ist, ist das ein offenkundiges Zeichen, dass die Menschen die Hilfe annehmen." Wobei das Heftchen nicht nur bei Hilfesuchenden angenommen wird. Auch Gewerkschaften hätten ihr Interesse am Dschungelbuch bekundet: "Sie würden dort gebündelt Informationen zur Vermittlung bekommen", erklärt Jutta Reiter, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Dortmund-Hellweg.

Auffällig an dem kleinen Heftchen ist vor allem das Format: Es ist quadratisch. Das hat der Verein ganz bewusst so gewählt. "So kann man es nicht einfach in die Tasche stecken und vergessen wie einen Flyer", erklärte der stellvertretende Vorsitzende Pfarrer Friedrich Stiller. Die Informationen zu den rund 70 Organisationen sind kurz gefasst, daneben stehen die Kontaktdaten mit Öffnungszeiten. Neben Texten finden sich auch zahlreiche Bilder und Illustrationen im Heft.

Die Finanzierung der Gesamtkosten von 7000 Euro für das Heft stemmte alleine das Arbeitslosenzentrum Der Verein. Eine ganz schöne Hausnummer, wie der Vorstand bei der Vorstellung des Buches am Donnerstag eingesteht. Doch die Stadt Dortmund scheint nicht abgeneigt, bei der nächsten Auflage finanziell unter die Arme greifen. "Da muss man nur vorher was sagen", sagte Zörner in Richtung Vereinsvorstand. Der warf auch in den Raum, dass andere Organisationen sich an der Finanzierung beteiligen könnten.

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