Am Nikolaustag auf der Ringstraße

Vorfall um geschubstes Mädchen (7) bleibt wohl ungeklärt

Castrop - Der "Mädchenschubser-Fall" von Castrop bleibt wohl für immer ungeklärt: Auch eine Woche nach dem Vorfall an der Ringstraße gibt es keinerlei weitere Hinweise. Wie kann das sein?

Es müsste doch Zeugen gegeben haben - dafür spricht vieles: Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, 6. Dezember, gegen 14.25 Uhr. Am helllichten Nikolaustag schubste ein Mann in der Nähe der Kreuzung mit der Amtsstraße unweit des alten Rathauses ein Mädchen auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Er soll ihr nach Angaben der Polizei den Rucksack abgenommen und ebenfalls auf die Straße gestellt haben.

Die Angaben, sagte Polizeisprecher Michael Franz, habe das siebenjährige Mädchen jedenfalls so gemacht. Andere Quellen gibt es bis dato nicht - auch eine Woche danach nicht. Denn niemand meldete sich bei der Polizei in dieser Sache. Weder eine Frau, die angehalten und dem Mädchen geholfen haben soll, noch Anwohner oder andere Passanten.

Große Reichweite - aber trotzdem keine Hinweise

Auch mehrere Berichte verschiedener Medien und Portale, die durchaus eine beträchtliche Reichweite erzielten (unsere Nachricht wurde vielfach bei Facebook geteilt), verhalfen nicht zu irgendwelchen Hinweisen. Weder von Zeugen, noch von dem beteiligten Mann. Aber warum sollte der sich auch melden? "Es könnte ja sein, dass das Mädchen die Sache anders wahrgenommen hat, als er", so Michael Franz zur Erklärung.

Gut ist, dass dem geschädigten Kind nichts weiter passiert sein soll, oder wie es bei der Polizei heißt: unverletzt. Aber sonderbar bleibt die ganze Geschichte doch.

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