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Noch keine Schalker Neuzugänge

Transferpoker geht auf die Zielgerade

GELSENKIRCHEN - Schalkes Bemühungen, neue Spieler zu verpflichten, bleiben eine zähe Angelegenheit. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Christian Heidel steht in diesen Tagen besonders unter Druck. Bis zur Schließung des Transferfensters muss er Spieler finden, die Schalkes kleinen Kader sofort verstärken. Auf der Pressekonferenz am Mittwoch versuchte Sportdirekteor Axel Schuster Gelassenheit zu vermitteln. Seine Botschaft: Schalke sei in keiner Notlage, was Transferaktivitäten betreffe. Dann kam jedoch der entscheidende Zusatz: „Wir sind aber auch nicht in der komfortablen Lage zu sagen: Wir warten mal ab und gucken, ob sich noch etwas für uns auf dem Transfermarkt ergibt“.

Vor allem in der Innenverteidigung, wo mit Benjamin Stambouli, Salif Sané und Matija Nastasic nur drei gestandene Defensivspieler zur Verfügung stehen, ist die Personalnot groß. „Da sind wir blanker als in anderen Mannschaftsteilen“, gab Schuster zu. Hier wäre für Schalke das Risiko viel zu groß, ohne Verstärkung die Saison zuende zu spielen.

Nach wie vor von Neuzugängen überzeugt

Schuster räumte ein, dass die Transferpolitik im Sommer nicht glücklich gelaufen sei. „Es bringt nichts schönzureden. Unsere Strategie sah vor, größtenteils auf Spieler mit Bundesligaerfahrung zu setzen. Hinterher ist man immer schlauer. Ich bin aber nach wie vor überzeugt davon, dass unsere Neuzugänge viel Entwicklungspotenzial haben.“

Trainer Domenico Tedesco konzentriert sich „auf die Spieler, die da sind.“ Es komme auf gute Transfers an, nicht auf schnelle. Auch wenn Neuzugänge erst Ende Januar verpflichtet würden, ist das in den Augen des Schalker Trainers kein Problem: „Wir haben eine offene Truppe. Deshalb ist es kein Problem, neue Spieler zu integrieren“.

Schuster geht davon aus, dass es den Königsblauen bald gelingt, neue Spieler zu präsentieren. „Der Transfermarkt geht in diesem Winter grundsätzlich sehr schleppend voran. Da hängen viele Wechsel auch untereinander voneinander ab. Es wird abgewartet und taktiert. Das ist ein bisschen wie Pokerspiel“, so der 45-Jährige.Schalke habe eine Reihe von Optionen im Blickfeld. „Es wäre blöd, wenn wir jetzt was abschließen, und in einigen Tagen merken wir, dass eine von uns bevorzugte Lösung nun doch noch möglich gewesen wäre,“ betonte der Sportdirektor.

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