Noch mehr Ausbildungsplätze

Stadt gründet für ihre Azubis eine Übungsverwaltung

Mit Blick auf den demografischen Wandel wird die Stadt weiter verstärkt auf die Ausbildung von Nachwuchskräften setzen. Für das Jahr 2020 werden 360 Azubis gesucht, für 2021 sogar fast 400.

Die Beschäftigten der Dortmunder Stadtverwaltung sind im Schnitt 45,4 Jahre alt. Mehr als 4300 Beschäftigte und sogar knapp zwei Drittel der Führungskräfte verlassen in den nächsten 15 Jahren die Amtsstuben und Werkstätten. Der demografische Wandel sowie der anhaltende Fachkräftemangel zwingen die Stadt, ihre Ausbildungsplätze weiter zu erhöhen. So bietet sie für das Einstellungsjahr 2020 360 Ausbildungsplätze an und für 2021 sogar fast 400.

Die Zahlen beruhen auf dem angemeldeten Bedarf der Ämter sowie den gesamtstädtischen Alters- und Fluktuationsprognosen. Aufgrund dieser Bedarfsplanung werden fast 100 Prozent der Azubis später auch übernommen.

Rat muss noch zustimmen

"Als eine der größten Arbeitgeberinnen der Region ist es nicht nur ein sozialer Auftrag, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, sondern auch aus unternehmerischer Sicht unumgänglich, durch Ausbildung den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen", sagte am Dienstag Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands. Der Rat muss den Einstellungszahlen noch zustimmen.

Das Ausbildungsspektrum reicht von A wie Anlagenmechaniker über F wie Fachkraft für Schutz und Sicherheit bis hin zu V wie Verwaltungswirt (die weibliche Form immer mitgedacht). Wo möglich, sollen auch Hauptschüler mit Abschluss Klasse 10 Typ A zum Zuge kommen. Auch verschiedene duale Studiengänge, die in Theorie und Praxis miteinander verzahnt werden, sind im Angebot enthalten. Hier haben Bewerber die Wahl zwischen Studiengängen im Bereich der Sozialen Arbeit, Betriebswirtschaftslehre, Jura, Ingenieurwesen und IT. Auch für den feuerwehrtechnischen Dienst sind wieder Plätze im Ausbildungsportfolio.

Praxiseinsätze in zentralen Räumen

Ausbildungsinteressierte können sich ab dem 1. Juli 2019 für die 360 Ausbildungsplätze bei der Stadt informieren und bewerben unter www.dortmund.de/karriere.

Um die bereits jetzt errechneten Engpässe in der Verwaltungsausbildung aufzufangen und Praxiseinsätze der Nachwuchskräfte sicherzustellen, plant der Personaldezernent nach dem Vorbild eines Essener Modells ein Ausbildungs- und Qualifikationszentrum, sozusagen eine Übungsverwaltung in zentralen Räumen. Echtfälle und Arbeitsaufträge aus der Verwaltungspraxis sollen dort in Teamarbeit von den Nachwuchskräften - auch mit Blick auf die Digitalisierung - technikunterstützt bearbeitet und vom zuständigen Fachbereich anschließend dezentral weitergegeben werden. Das entsprechende Konzept dazu soll noch in diesem Sommer der Politik zur Absegnung vorgelegt werden.

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