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Auf dem Grundstück an der Gabelsberger Straße in der nördlichen Gartenstadt soll ein Hotel entstehen.

Nördliche Gartenstadt

Hotelpläne an der B1 nehmen Formen an

DORTMUND - In der Stadt gibt es derzeit viele Hotelpläne. Auch in der nördlichen Gartenstadt soll ein Hotel entstehen. Letzte Hürden für das Projekt ganz nahe der Bundesstraße 1 sollen jetzt beseitigt werden.

Das geplante Hotel-Projekt in der nördlichen Gartenstadt kommt seiner Realisierung näher: Der Finanzausschuss des Rates hat dem Verkauf des rund 2200 Quadratmeter großen Grundstücks an der Gabelsbergerstraße 1 an das türkische Investoren-Gemeinschaft zugestimmt. Stimmt auch der Rat am Donnerstag zu, werden die Pläne konkretisiert.

Die Verwaltung jedenfalls erwartet mit Blick auf den Verkehr keine Probleme, wie Oberbürgermeister Ullrich Sierau in einem Schreiben an die politischen Gremien mitteilt. Das Hotel, das anstelle des leer gezogenen Wohnhauses an der Gabelsbergerstraße 1 nahe am Westfalendamm gebaut werden soll, könne sowohl über eine Zufahrt von der B 1 als auch von Norden durchs Defdahl erreicht werden. Der zu erwartende Autoverkehr sei „konfliktfrei abwickelbar“, dämpft Sierau die vielleicht größten Sorgen der Politiker in der östlichen Innenstadt.

Sorge um Schleichverkehre

Sie befürchten Schleichverkehre durch die Wohnquartiere. Die Verwaltung eher nicht: Sie argumentiert, Hotelbesucher kämen über den Tag verteilt und in der Regel außerhalb der Spitzenstunden. Meist handele es sich um Einzelfahrten. Überdies sei das Hotel auch mit der Stadtbahn gut zu erreichen.

Dennoch: Die eigentliche Zufahrt zu der gut 90 Zimmer großen Herberge soll an der B 1 entstehen: Ungefähr gegenüber des früheren Siemens-Nixdorf-Gebäudes sollen eine Ein- und Ausfahrt gebaut werden, die dem Muster am Parkhotel Wittekindshof folgt: Rechts rein und rechts wieder raus. Sollte im Jahre X tatsächlich der B1-Tunnel kommen, wird die Zufahrt wieder dicht gemacht. Grund: Das Grundstück wird als Fahrstreifen für den oberirdischen Verkehr benötigt. Im Gegenzug soll dann aber die Gabelsbergerstraße direkt an die B 1 gebunden werden. Folge: Das Hotel wäre über den vorderen Bereich der Gabelsbergerstraße erreichbar, Schleichverkehre durchs Defdahl würden endgültig überflüssig – Zukunftsmusik.

2018 geplanter Baubeginn

Ausdrücklich weist OB Sierau in seinem Schreiben darauf hin, dass es sich um eine "Einschätzung“ der Verwaltung handele. Die eigentliche Nagelprobe folgt mit dem Verkehrsgutachten, das die Investoren im Genehmigungsverfahren auf eigene Kosten vorlegen müssen. Kommt der Gutachter anders als die Verwaltung zum Ergebnis, das funktioniere alles nicht, gibt es keine Baugenehmigung: In dem Fall können die Investoren vom Grundstücksvertrag zurücktreten. Doch daran denkt niemand, im Gegenteil: 2018 will die Investorengemeinschaft mit dem Bau starten und ihr Hotel noch im selben Jahr eröffnen.

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