Im Moment ist die Trauerhalle auf dem Nordfriedhof nicht nutzbar. Trauerfeiern finden daher derzeit in Kemminghausen statt. Wie lange das so bleiben wird, ist aktuell noch nicht klar.
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Im Moment ist die Trauerhalle auf dem Nordfriedhof nicht nutzbar. Trauerfeiern finden daher derzeit in Kemminghausen statt. Wie lange das so bleiben wird, ist aktuell noch nicht klar.

Nordfriedhof

Brandstiftungen: Feuer in Friedhofsgärtnerei und Trauerhalle

EVING - Gleich zwei Brandstiftungen auf dem Areal des Nordfriedhofs innerhalb weniger Tage beschäftigen die Ermittler der Polizei. Zunächst brannte in der Nacht zu Samstag die Friedhofsgärtnerei Neuhaus. Am Dienstagmorgen dann die nächste Brandstiftung: Diesmal traf es die Trauerkapelle des Friedhofes. Die Polizei ermittelt.

Das Ehepaar Neuhaus war am vergangenen Samstag noch im Urlaub an der Ostsee, als das Telefon schellte. Ein Beamter der Dortmunder Polizei rief an, er hatte die Telefonnummer in den Brandresten der Gärtnerei gefunden. In den Familienbetrieb war in der Vergangenheit mehrfach eingebrochen worden, das schon. Aber ein Feuer, das hatte es noch nie gegeben.

„Ich weiß nicht,“, sagt Frau Neuhaus später, „was Menschen antreibt, so etwas zu tun. Hier ist alles zerstört. Was nicht verbrannt ist, ist durch den Ruß beschädigt, wir können alles wegwerfen.“ In den nächsten Tagen wollen die Eheleute einen Container aufstellen, aus dem heraus sie einen kleinen Notverkauf betreiben wollen. Auch, um zu zeigen, dass es die Friedhofsgärtnerei Neuhaus weiter gibt.

Zweifel seit Dienstagmorgen

Zunächst vermutete die Polizei, so sagt es das Ehepaar Neuhaus, dass das Feuer gelegt wurde, um Einbruchsspuren zu verwischen. Doch an dieser These bestehen seit dem Dienstagmorgen Zweifel: Da entdeckten Mitarbeiter des Friedhofs die Spuren des nächsten nächtlichen Brandes. In die Trauerhalle des Friedhofes, die im Zentrum des Geländes und einige hundert Meter von dem Friedhofsgärtner-Geschäft entfernt liegt, war ebenfalls eingebrochen worden.

Auch hier war Feuer gelegt worden, der oder die Täter hatten Papier entzündet. Das Feuer griff glücklicherweise nicht über, doch der Schaden ist auch so hoch genug. Das Gebäude muss wegen des Brandgeruchs saniert werden. Wie groß der Schaden an der im Raum befindlichen Orgel ist, muss noch geklärt werden.

Mehrere Trauerfeiern, die hier stattfinden sollten, mussten in die Trauerhalle nach Kemminghausen verlegt werden. Sigrid Müller von den Friedhöfen Dortmund: „Wir waren, als wir den Schaden sahen, sprachlos. In eine Trauerhalle ist bei uns noch nie eingebrochen worden.“ Laut Müller sei die Trauerhalle verwüstet worden, gestohlen aber wurde offenkundig nichts.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Die Polizei geht in beiden Fällen von Brandstiftung aus und prüft unter anderem, ob es einen Zusammenhang zwischen den Bränden gibt. Und ob eine Schmiererei an der öffentlichen Toilette des Friedhofes, die der Nacht, in der in die Trauerhalle eingebrochen wurde, auftauchte, damit zu tun hat. Ein Hakenkreuz wurde aufgesprüht, daneben steht „Angst und Schrecken“. Auf der anderen Seite des kleinen Klinkergebäudes dann noch „Eving“ und „Ihr werdet sehen!“

Die erste Beisetzung auf dem Nordfriedhof fand am 25. November 1897 statt. Der Friedhof wurde angelegt, da durch die Industrialisierung die Bevölkerungszahl stark zunahm. Hinweise zu den Bränden nimmt die Polizei unter Telefon (0231) 1322321 entgegen.

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