Nordrhein-Westfalen stellt sich auf Vogelgrippe ein

Düsseldorf - Es wird kälter, die Zugvögel sind unterwegs. Das Risiko für die Vogelgrippe in Deutschland steigt. Für Nordrhein-Westfalen käme sie nicht überraschend.

Nordrhein-Westfalen ist auf einen möglichen Ausbruch der Vogelgrippe vorbereitet. «Die Erfahrung sagt uns, dass es jedes Jahr im Herbst, wenn es kalt wird, losgehen kann», sagte die Sprecherin des Landesumweltamtes, Birgit Kaiser de Garcia der Deutschen Presse-Agentur. In den letzten Jahren habe es immer wieder Fälle von Vogelgrippe gegeben.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte unlängst in einer aktualisierten Risikobewertung das Einschleppungsrisiko durch Wildvögel von «gering-mäßig» auf «wahrscheinlich» hoch gestuft. Der nahende Winter begünstige die Verbreitung des Erregers H5N8.

Bei sinkenden Temperaturen und mehr Feuchtigkeit blieben die Influenzaviren in der Umwelt länger stabil als bei Trockenheit und starker UV-Einstrahlung. Zudem kämen durch den Vogelzug wieder mehr Wildvögel an den Rastplätzen eng zusammen, was ebenfalls eine etwaige Virusübertragung begünstigen könnte.

«Wenn Vogelgrippe-Fälle an Nordrhein-Westfalen näher herankommen, dann sind wir relativ schnell in der Lage zu reagieren», sagte Kaiser de Garcia. Dann trete das Tierseuchenkontrollzentrum am Landesumweltamt in Kraft. Hier würden im Ernstfall Entscheidungen über Sperrungen, Sicherheitszonen und Hygieneregeln getroffen.

Für Landwirte mit Nutzvögeln - Hühner, Enten Gänse, Puten - könne das schon eine Katastrophe sein, wenn der Bestand erkranke. Dann müssten unter Umständen sehr viele Tiere getötet werden.

Im Mai 2017 war nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts bislang schwerste und am längsten andauernde Geflügelpest-Epidemie in Europa zu Ende gegangen. Mit 92 Ausbrüchen in Geflügelhaltungen und Zoos im Jahr 2016/2017 handelte es sich um die größte jemals dokumentierte Serie von Geflügelpest in Deutschland. Europaweit waren 29 Staaten betroffen.

Risikobewertung

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