NRW-Ehrenamtskarte für Dortmund soll kommen

Politik einig: Freiwillige Arbeit soll honoriert werden

Dortmund - Ab Januar 2019 soll es auch in Dortmund die NRW-Ehrenamtskarte geben, die ehrenamtlich Engagierten Vergünstigungen bietet. Nach längerer Diskussion ist sich die Politik nun doch einig. Und will für Freiwillige sogar über das Landesangebot hinaus etwas drauflegen.

Am 17. Mai soll der Rat über einen gemeinsamen Vorschlag von CDU, SPD, Grünen und Linken/Piraten im Ausschuss für Bürgerdienste entscheiden. Zuletzt hatte es im Rat noch keine Einigung in Sachen Ehrenamtskarte gegeben. Denn für die SPD waren die Bedingungen des Landes, die mit der Vergabe der Karte verbunden sind, zu eng gefasst.

Danach müssen Ehrenamtliche wöchentlich mindestens fünf Stunden oder 250 Stunden im Jahr tätig sein. Nach den Berechnungen der Verwaltung könnten damit in Dortmund lediglich 3000 bis 3500 Freiwillige die Karte beantragen. Deshalb hatte auch der Trägerverein der Freiwilligenagentur die Einführung der NRW-Ehrenamtskarte mit dem Hinweis, dass die hohen Anforderungen nicht zur heutigen Freiwilligenarbeit passten, abgelehnt.

Zusätzliches Bonbon für Ehrenamtliche

In ihrem gemeinsamen Antrag versuchen CDU, SPD, Grüne und Linke/Piraten deshalb das Bonbon für Ehrenamtliche zu erweitern. Grundsätzlich will man sich bei der Ausgabe der Ehrenamtskarte an den Vorgaben des Landes orientieren. Die Verwaltung soll aber auch Vorschläge vorlegen, wie man auch Ehrenamtliche belohnen kann, die die Bedingungen nicht oder nur teilweise erfüllen, insbesondere mit Blick auf die geleisteten Wochenstunden.

Außerdem soll die Freiwilligenagentur zusätzlich 25.000 Euro pro Jahr erhalten, um damit unbürokratisch Vereine, Initiativen oder Bürger zu unterstützen.

Lob für den Vorschlag gab es im Bürgerdienste-Ausschuss vom Seniorenbeirats-Vertreter Dieter Siegmund. Der Seniorenbeirat hatte sich zuletzt für die Ehrenamtskarte stark gemacht - und damit eine schon 2009 von der CDU gestartete Initiative neu belebt. Die Ausschussvorsitzende Christiane Krause (CDU) sprach von einer "angemessenen Anerkennungskultur": "Ich bin froh, dass wir nach fast zehn Jahren die Sache jetzt endlich auf den Weg gebracht haben."

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