Die Polizei informierte  eine 80-jährige Senioren über die ständigen Anrufe von Telefonbetrügern.
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Richtig gehandelt hat eine pfiffige Oberhausener Seniorin, die seit zwei Monaten von Telefonbetrügern immer wieder angerufen wird.

Callcenter

Pfiffige Seniorin lässt Telefonbetrüger abblitzen 

  • Bernd Turowski
    vonBernd Turowski
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Kriminelle beißen sich seit Monaten bei einer 80-jährigen Oberhausenerin die Zähne aus. Bei ihren zahlreichen Betrugsversuchen ließ die gut informierte und clevere Dame die Telefonbetrüger regelrecht abblitzen.

Schon seit gut zwei Monaten erhielt die Oberhausenerin immer wieder Anrufe von unbekannten Nummern. Gestern (5.1.) ging sie nun persönlich zur Polizeiwache und informierte die Polizisten über den Telefonterror. Die Betrüger versprachen ihr verschiedene Gewinne, darunter angeblich auch einen BMW. Anstatt auf die Betrugsmaschen reinzufallen, führte die Seniorin eine Liste mit den verschiedenen Rufnnummern, die sie jetzt der Polizei übergab.

Beiläufig erwähnte sie dann noch, dass sie Anrufe von den notierten Rufnummern nicht mehr annimmt. Das umsichtige und clevere Verhalten der gut informierten Oberhausenerin beeindruckte auch den Leiter des Oberhausener Betrugskommissariats.

Telefonbetrügermafia geht systematisch vor

„Unsere Senioren sind durch auch die Aufklärungsarbeit der Oberhausener SeniorenSicherheitsBerater und durch die ständigen Warnhinweise in den lokalen und sozialen Medien schon sehr gut informiert. Trotzdem finden Telfonbetrüger leider immer noch Opfer“, sagte Kriminalhauptkommissar Ralf Simon und rät dringend.

„Die Telefonbetrügermafia geht in ihren Callcentern, die oft in der Türkei stationiert sind, ganz systematisch vor. Die Kriminellen suchen in Telefonbüchern gezielt nach alten und altmodischen Vornamen. Sie wissen, dass die „ältere Generation“ grundsätzlich immer sehr freundlich und hilfsbereit ist. Das wollen sie ausnutzen und versuchen in den Telefonaten das Vertrauen der Senioren zu erlangen und so im Gesprächsverlauf an persönliche Informationen zu gelangen, mit denen sie den älteren Herrschaften dann finanziellen Schaden zufügen wollen.

  • Hier einige Verhaltensregeln der Polizei:
  • - Wenn die falsche Polizei nach Geld oder Wertsachen fragt: SOFORT auflegen!
  • - Lassen Sie sich nicht ausfragen! Die echte Polizei fragt NIE nach Kontostand, Bank-/Kreditkartendaten, Passwörtern und PIN.
  • - Fordert man Sie auf, im laufenden Gespräch 110 zu wählen oder sich von dem Anrufer mit 110 verbinden zu lassen: Legen Sie SOFORT auf! Warten Sie UNBEDINGT das Freizeichen ab, wählen Sie dann 110 selbst!
  • - Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • - Übergeben Sie NIEMALS Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • - Sind Sie Opfer geworden? SOFORT die Polizei informieren!
  • - Insbesondere Kinder und Enkel sollten ihre Eltern und Großeltern über die dreisten Betrugsversuche informieren.

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