Organisiertes Verbrechen

Polizei zieht Bilanz im Kampf gegen Clan-Kriminalität

DORTMUND/LÜNEN - Kriminelle Clans und das organisierte Verbrechen sind ein Problem in Dortmund. Die Polizei geht dagegen in Schwerpunktkontrollen vor - und hat seit Anfang des Jahres schon mehr als 70 Anzeigen gestellt.

Um kriminelle Clans und organisiertes Verbrechen zu bekämpfen, hat die Polizei Dortmund seit Anfang des Jahres mehr als 130 Schwerpunktkontrollen in Dortmund und Lünen durchgeführt. Das Ergebnis: Bei knapp 1000 Kontrollen hat die Polizei 70 Anzeigen erteilt.

Laut Kim Freigang, Pressesprecher der Polizei Dortmund, handele es sich dabei um viele unterschiedliche Delikte wie etwa Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Steuerstraftaten.

70 Kontrollierte erhielten einen Platzverweis, sechs verbrachten eine Nacht in Polizeigewahrsam. Gegen vier Kontrollierte habe außerdem ein Haftbefehl vorgelegen.

Insgesamt 60 hochrangige Clan-Mitglieder seien durch die Arbeit des Kriminalkommissariats zu insgesamt 244 Jahren Haftstrafen verurteilt worden. In den Jahren seien es 115 Drahtzieher zu insgesamt 502 Jahren Gefängnis gewesen.

Mehrere Fluchtversuche bei Kontrollen in Dortmund und Lünen

Die Polizei Dortmund hatte zuletzt von Donnerstag (28.6.) bis Sonntag (1.7.) 100 Personen in Dortmund und Lünen schwerpunktmäßig kontrolliert. In der Lortzingstraße wollte sich ein Mann der Kontrolle entziehen - gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Auch in der Feldherrenstraße versuchte eine Person zu fliehen - sie hatte 13 Verkaufseinheiten Kokain und knapp 400 Euro dabei.

In Lünen-Brambauer haben Polizisten einen polizeibekannten Dealer gestellt - 1200 Euro wurden wegen präventiver Gewinnabschöpfung beschlagnahmt. In einer weiteren Gaststätte hat die Polizei zwei illegale Wettautomaten sichergestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Demonstranten fordern "Moralische Unterstützung für das türkische Volk"
Demonstranten fordern "Moralische Unterstützung für das türkische Volk"
Nach schwerem Autounfall: Was wir wirklich wissen, was Spekulationen sind
Nach schwerem Autounfall: Was wir wirklich wissen, was Spekulationen sind
Metro verkauft Real: Wohin die Reise für den Supermarkt in Herten geht, ist offen
Metro verkauft Real: Wohin die Reise für den Supermarkt in Herten geht, ist offen
Darum macht das Shoppingcenter Marler Stern vielen Besuchern wieder Spaß
Darum macht das Shoppingcenter Marler Stern vielen Besuchern wieder Spaß
Papa betrunken, Sohn im Auto - und dann kracht es auch noch in Herten
Papa betrunken, Sohn im Auto - und dann kracht es auch noch in Herten

Kommentare