Ostwall-Museum

Neuer Name für Museum im U-Turm gesucht

Dortmund - Acht Jahren nach dem Umzug des Museums Ostwall in den U-Turm gibt es eine neue Initiative für eine Namensänderung. Vorschläge für einen neuen Titel gibt es noch nicht.

Für Ortsfremde ist es schwer zu verstehen: Das Museum Ostwall liegt nicht am Ostwall, sondern am Westentor. Genauer: im U-Turm an der Leonie-Reygers-Terrasse. Diese Verwirrung haben Verwaltung und Politik seinerzeit bewusst in Kauf genommen.

Aus Traditionsgründen solle der Name Museum Ostwall trotz des Umzugs in den U-Turm erhalten bleiben, entschied der Rat 2009 und schloss sich damit einem Vorschlag des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Gerhard Langemeyer an. Er hatte ebenso wie der damalige Museumschef Dr. Kurt Wettengl mit der Tradition und dem guten Ruf des Hauses argumentiert.

Der Anstoß, jetzt über einen neuen Namen nachzudenken, kommt ausgerechnet vom Förderverein des Museums. Die Mitgliederversammlung der "Freunde des Museums Ostwall e.V." hat beschlossen, sich in einem Schreiben an Stadtdirektor Jörg Stüdemann für einen neuen Namen einzusetzen, berichtet der Vereinsvorsitzende Klaus Fehlemann.

Verwechslungsgefahr mit dem Baukunstarchiv

Die Tradition des Museums am Ostwall sei nicht mehr so stark im Bewusstsein wie noch vor acht Jahren, lautet ein Argument. Dazu kommt, dass im alten Museumsgebäude am Ostwall im November das NRW-Baukunstarchiv seine Türen öffnet. "Die Verwechslungsgefahr wird immer größer", stellt Fehlemann fest, der auch zu den Mitbegründern des Fördervereins für das Baukunstarchiv gehört.

Inzwischen hat man den Vorschlag in Gesprächen mit Stüdemann und Museums-Chef Edwin Jacobs erörtert, die den Vorstoß sehr begrüßen.

Ein wichtiges Ziel soll sein, den Namen U stärker in den Mittelpunkt zu stellen, erlätuert Fehlemann. Möglichst alle Akteure im U-Turm soll das "U" ihrem eigenen Titel voranstellen.

Einfach so entschieden werden kann dies jedoch nicht - für eine Umbenennung wäre wie 2009 ein Ratsbeschluss notwendig. Das Thema soll im Herbst oder spätestens im Frühjahr nächsten Jahres in die Politik eingebracht werden, kündigte Stadtdirektor und Kulturdezernent Jörg Stüdemann auf Nachfrage an. Dann werden auch mögliche alternative Namensvorschläge präsentiert.

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