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Die Straße Zur Pannhütt in Waltrop.

Pannhütt

Obdachlosen-Unterkunft wird gerade jetzt gebraucht

Waltrop - Bei den kalten Temperaturen derzeit können Mäntel und Mützen nicht dick genug sein. Umso bedrohlicher ist die Situation für diejenigen, die kein festes Dach über dem Kopf haben. In Waltrop sind nicht so viele Obdachlose unterwegs wie in Großstädten, aber vereinzelt kommt es doch vor, dass Menschen in Not untergebracht werden müssen. Da kommt das das Gebäude an der Pannhütt ins Spiel.

Das berichtet auf Nachfrage Martin Voskort, der bei der Stadtverwaltung für die Bereiche Sicherheit, Ordnung und Verkehr zuständig ist. Vor einigen Tagen noch hätten seine Mitarbeiter eine Person im Moselbachpark angetroffen, die dort ein Zelt aufgeschlagen hatte. Zwingen könne man niemanden, sagt Martin Voskort; „es gilt die allgemeine Handlungsfreiheit“. Aber den Mann habe man überzeugen können, vorübergehend in der Unterkunft an der Pannhütt zu bleiben. Eine weitere Person, die vor Kurzem ihre Wohnung durch einen Brand verloren hat, ist ebenfalls in die Unterkunft gebracht worden, so Voskort.

Vier Schlafplätze, Küche und Bad

Dort gibt es vier Schlafplätze, Küche und Bad. „Sehr überschaubar“ sei das Ganze und nur dem Grundbedarf entsprechend. Aber sei ja auch nur für den Übergang gedacht. Bettzeug und so etwas wie Toilettenpapier sei vorhanden, alles Weitere müssten die Bewohner sich selbst besorgen.

Magdalena Wegener, Mitarbeiterin der Zentralen Fachstelle für Wohnungssicherung der Caritas, weiß, was Bürger tun können, die helfen möchten. Warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke bräuchten Obdachlose immer, und im Winter sei es besonders schwer, denn würden diese Utensilien einmal feucht, sei es schwer, sie überhaupt wieder trocken zu bekommen. Natürlich sei es nicht jedermanns Sache, einfach jemanden in Not anzusprechen. „Wenn man sich traut, sollte man das aber tun“, rät Magdalena Wegener. Und: „Wenn jemand bei dieser Kälte nicht mehr ansprechbar ist, sollte man unbedingt den Notruf wählen.“

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