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Die Jungstörche stellen sich bei der Beringungsaktion reflexartig tot. Das erleichtert die Arbeit der Experten vom LANUV.

Paten der BSG Ahsen haben sich vermehrt

Es gibt wieder Nachwuchs im Storchennest der Bürgerschützengilde

DATTELN - Zum zweiten Mal in Folge wurde dort erfolgreich gebrütet. Die drei Jungstörche haben jetzt auch ihre Ringe vom LANUV bekommen.

Es war eine spektakuläre Aktion der Ahsener Bürgerschützengilde. Im letzten Jahr siedelten sie in einer konzertierten Aktion das Storchennest um, das Störche kurz vor dem Schützenfest auf der Vogel-Stange gebaut hatten. Aber die Aktion hat sich gelohnt. Denn es ist schon wieder Nachwuchs in dem in die Nähe der Lippe versetzten Nest.

Die BSG Ahsen hat auch die Patenschaft für die Störche übernommen und kümmert sich um das Nest und die Tiere. Dort konnten schon im letzten Jahr drei Jungstörche beim Aufwachsen beobachtet werden, die schließlich nach etlichen Flugversuchen gen Süden flogen. Für ihre Umsiedlungsbemühungen erhielten die Ahsener Schützen im vergangenen Jahr auch den von Stadt und innogy ausgelobten Umweltpreis.

„Auch in diesem Jahr wurde das Nest wieder – anscheinend von dem gleichen Pärchen – belegt. Wie im Vorjahr haben sie auch diesmal wieder drei Jungstörche“, freut sich Wolfgang Mattner von der BSG Ahsen. Vor wenigen Tagen wurden die Ahsener Jungstörche auf dem Storchennest der Bürgerschützengilde Ahsen beringt.

Mit einem Hubsteiger fuhren Michael Jöbges vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen), Wolfgang Mattner und Stefan Hans (Mitglieder der BSG Ahsen) zu den Jungstörchen hinauf. „Die alten Störche verlassen dann das Nest, bleiben aber in der Nähe. Die Jungstörche haben einen natürlichen Reflex und stellen sich tot. Dadurch kann man ihnen die Marken an den Beinen anbringen“, berichtet Wolfgang Mattner.

Die Marken helfen, umfangreiche Informationen über das Leben der Störche zu sammeln. Es sind aber keine klassischen Ringe mehr, die das LANUV verwendet. Vielmehr werden jetzt große Kunststoffmarken benutzt. Diese lassen sich dann auch besser aus einiger Entfernung mit Fernglas oder Kamera ablesen. Nachdem der Hubsteiger wieder eingefahren war, kamen die alten Störche zurück und kümmerten sich wieder um ihren Nachwuchs. Happy End im Storchennest.

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