Personal-Rekrutierung

Im neuen Imagefilm für den städtischen Ordnungsdienst ist Dortmund bunt statt grau

Die Stadt hat eine überarbeitete und gekürzte Version des Imagefilms für den kommunalen Ordnungsdienst vorgestellt. An den Dortmund-Tatort fühlt man sich nun nicht mehr erinnert.

Die Verwaltung nimmt einen neuen Anlauf bei der Nachwuchswerbung für den kommunalen Ordnungsdienst. Am Donnerstag wurde im Personalausschuss des Rates offiziell eine neue Version des Videos vorgestellt, das vor allem Jugendliche für einen Job als städtischer Ordnungshüter begeistern soll. Auch auf der Internet-Plattform Youtube ist es schon zu sehen.

Eine erste Version des selbst produzierten Videos war von der Stadt Ende Januar nach nur fünf Tagen wieder bei Youtube entfernt worden - was für reichlich Spott sorgte. Denn viele, die das Video gesehen hatten, fühlten sich an den Dortmund-Tatort erinnert, den Oberbürgermeister Ullrich Sierau wegen einer allzu düsteren Darstellung Dortmunds heftig kritisiert hatte.

Offizielle Begründung für die Entfernung des Videos war allerdings die Länge des Imagefilms. Der sei mit 3:58 Minuten für eine Verbreitung über Soziale Medien zu lang gewesen, hatte ein Stadtsprecher erklärt. Deshalb habe man einen Neuschnitt in Auftrag gegeben - dessen Ergebnis am Donnerstag die Politik-Vertreter im Personalausschuss erstmals zu sehen bekamen.

Ausbildungsgang für Sicherheitskräfte

Dort wurde auch der Hintergrund der Werbeaktion erläutert: Weil es schwer ist, ausreichend Personal für die 66 Planstellen beim kommunalen Ordnungsdienst zu finden, will die Stadt nun einen eigenen dreijährigen Ausbildungsgang für "Fachkräfte für Schutz und Sicherheit" einrichten.

Ab 2020 soll es 15 Ausbildungsstellen geben. Nach der Ausbildung sind die städtischen Ordnungshüter dann für sechs Jahre ans Ordnungsamt gebunden, können danach aber auch in andere Bereiche innerhalb der Verwaltung wechseln.

Beifall für neuen Film

Von der Politik gab es im Ausschuss Beifall für das Ausbildungskonzept - und für den Film. Der beginnt jetzt mit bunten freundlichen Bildern der Stadt - vom U-Turm über das Rathaus bis zu Westfalenpark und dem sprudelnden Brunnen an der Kleppingstraße. Und die Ordnungshüter machen in der Eingangsszene auch nicht mehr Jagd auf finstere Gestalten, die an einem düsteren Ort Bier trinken, sondern sprechen freundlich einen jungen Mann an, der im Phoenix-Park eine Getränkedose achtlos ins Grüne wirft.

Es folgen Hauskontrollen und Streifengänge durch den Stadtgarten und den Park am Ostwall, aber auch kurze Szenen von einem Kampftraining. Die Stimmung unter den Kollegen ist gut, man begrüßt sich mit Handschlag und Umarmung. Da will man doch gerne mitarbeiten, lautet die Botschaft.

Und die Länge: Mit 3:14 ist der Imagefilm nun 44 Sekunden kürzer als die Ursprungsversion. Der erste Kommentar eines Youtube-Nutzers dürfte für die Imagewerber allerdings ernüchternd sein: "Sorry, aber das alte Video fand ich wesentlich besser ...".

Immerhin: Mehrkosten hat die Neufassung des Films nicht verursacht, wie Personaldezernent Christian Uhr versicherte. Uhr: "Dafür engagieren wir keine teure Werbeagentur. Das machen wir alles mit Bordmitteln."

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