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Am Landgericht Bochum wurden drei Mitglieder der Pfarrhaus-Bande verurteilt.

Landgericht Bochum

Nach Einbrüchen in Pfarrhäuser – Täter zu langen Haftstrafen verurteilt

Eine Familie spezialisiert sich auf Einbrüche in Pfarrhäuser. Jetzt sind drei der mutmaßlichen Täter zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

  • Der Chef der sogenannten Pfarrhaus-Bande wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt
  • Richter bezeichnete Angeklagte als "Gewohnheitsverbrecher
  • Frau aus Mülheim erwischte die Angeklagten auf frischer Tat

Bochum - Nach einer Serie von Einbrüchen in Pfarrhäuser ist ein 45-jähriger Mann aus Gelsenkirchen zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

Der Angeklagte war mit seinem Sohn zwischen 2017 und 2018 immer wieder in Pfarrhäuser eingebrochen - und zwar meist dann, wenn der Pfarrer gerade im Gottesdienst war. Die Beute bestand vor allem aus Schmuck und Bargeld

Die Tatorte waren unter anderem in Haltern, Castrop-Rauxel und Dortmund. Gegen den Sohn des 45-Jährigen verhängte das Bochumer Landgericht am Freitagnachmittag neun Jahre und neun Monate Haft, gegen die Ehefrau sechs Jahre Haft.

Frau aus Mülheim hat Pfarrhaus-Bande auf frischer Tat ertappt

Richter Josef Große Feldhaus bezeichnete die Angeklagten als "Gewohnheits-Verbrecher". Legale Einkünfte hätten sie nie gehabt. "Man hat alles, was man zum Leben benötigt, aus Diebstählen und Raubtaten finanziert." Eine 83-jährige Frau aus Mülheim, die die Angeklagten auf frischer Tat ertappt hatte, war brutal geschlagen, mit einem Messer bedroht und eingesperrt worden.

Die Urteile lauten auf Raub, Diebstahl, Freiheitsberaubung und Körperverletzung. Der Serbe und Sohn waren bereits in den Niederlanden und in Österreich wegen einschlägiger Taten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

dpa

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