Pferd in Dortmund-Grevel gerettet

Feuerwehr befreite "Sunny Boy" aus dem Graben

Grevel - Bei einem Ausritt in Dortmund-Grevel ist am Donnerstagnachmittag ein Pferd ausgerutscht und in einem Graben liegen geblieben. Auch die Besitzer konnten "Sunny Boy" nicht befreien.

Aufregung beim Reiterverein Dortmund-Nordost. Pferd Sunny Boy ein 25-jähriger Oldenburger, rutschte am Donnerstagnachmittag um kurz nach 17 Uhr in der Nähe der Straße In der Liethe rückwärts in einen Graben und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der misslichen Lage befreien.

Der Reihe nach: Als die 13-jährige Reiterin, die zum Verein gehört, deren Name aber hier nicht genannt werden soll, an einem Weg an der Straße das Pferd wenden wollte, passierte es: Das Tier muss ein paar Schritte rückwärts gegangen sein und dann rückwärts in einen Graben neben der Straße gefallen sein.

"Es lag da wie ein Käfer auf dem Rücken", sagt Besitzerin Simone Gräff, die auch früher mal Vorsitzende des Reitervereins am Werzenkamp war. "Wir sind nur alle froh, dass die junge Reiterin noch rechtzeitig abspringen konnte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Pferd auf sie gefallen wäre."

Mit der Mutter unterwegs

Die Reiterin, die durchaus schon über einige Erfahrung verfügt, war mit ihrer Mutter unterwegs, die zu Fuß war. Die rief dann zunächst bei Simone Gräff an, die wiederum den Verein informierte. Irgendwer muss zwischendurch die Feuerwehr angerufen haben.

Es sei echt erstaunlich gewesen, sagt Simone Gräff, wie schnell die Retter aus Scharnhorst vor Ort gewesen seien - noch schneller als sie selbst.

Gefahr der Unterkühlung

Trotzdem: Auch die Feuerwehr wusste zunächst nicht recht, wie sie das Pferd befreien sollte, das mehr und mehr Gefahr lief, sich eine starke Unterkühlung zuzuziehen. Auch war nicht klar, ob das Tier eventuell Verletzungen davongetragen hatte.

Es war letztlich Jann Beyer, der auf dem Hof des Reitervereins arbeitet, der die Rettung brachte. Mit seinem Trecker und mit Hilfe von Schlingen und Schläuchen von der Feuerwehr gelang es ihm schließlich, das Tier aus dem Graben zu ziehen. Auf dem Weg konnte es dann nach kurzer Versorgung selbstständig aufstehen.

Für den Rest des Tages war Simone Gräff damit beschäftigt, das Pferd trocken zu reiben und zu fönen und es vom gröbsten Matsch zu befreien. Wichtig war vor allem, dass das Tier es trocken und warm hatte.

Am Freitag sah alles wieder gut aus. Verletzungen hatte Sunny Boy, ein Dressurpferd in Rente, offenbar nicht davongetragen. Es lief ganz normal und war auch sofort bereit, sich für ein paar Schritte aus dem Stall führen zu lassen. Auch stellte es die Ohren auf, was bei Pferden immer ein gutes Zeichen dafür ist, dass es ihnen gut geht.

Einen Vorwurf macht Simone Gräff der jungen Reiterin nicht: "Das hätte jedem passieren können, auch ganz erfahrenen älteren Reitern."

In den nächsten Tagen wolle sie Sunny Boy noch ein bisschen verhätscheln, und dann sollte der Vorfall auch irgendwann vergessen sein.

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