Phoenix-See

Anwohner des Phoenix-Sees wollen endlich einen befestigten Fußgängerweg

Hörde - Sollte der Weg für Fußgänger am Phoenix-See asphaltiert werden? Einige Anwohner des Sees regen das nun an. Ermutigt wurden sie durch Diskussionen in anderen Stadtteilen.

Soll ein naturbelassener Schotterweg asphaltiert werden, damit das Laufen dort einfacher, sauberer und sicherer wird? Am Fuß- und Radweg Rheinischer Esel im Stadtbezirk Hombruch und am Europapark im Stadtbezirk Aplerbeck wird diese Frage bereits diskutiert. Mit unterschiedlichem Ergebnis.

Während es am Rheinischen Esel eine kontroverse Debatte über die Asphaltierung gibt, schafft das Tiefbauamt der Stadt Dortmund an der Grünfläche im Europapark an der Stadtkrone Ost gerade Fakten.

Der Weg wird befestigt. Das wiederum regt Anwohner des Phoenix-Sees dazu an, ein bekanntes Thema wieder aufzubringen.

Am Phoenix-See gibt's eine Spur für Fußgänger und eine für Radfahrer

Denn auf dem Rundweg am Phoenix-See gibt es zwei Spuren: eine asphaltierte für Radfahrer und Inline-Skater. Und eine für die Fußgänger, die über Erde und Steine laufen. Das sorgte schon in der Vergangenheit immer wieder für Kritik.

Gerhard Reese wohnt gerne am Phoenix-See. "Ich bin hier glücklich", sagt er. "Bis auf die Wege." Dies sei ein häufiges Gesprächsthema unter Nachbarn.

Der Fußweg sei bei nahezu jedem Wetter unzumutbar. "Er ist entweder staubig oder schlammig", sagt Reese. Das führe dazu, dass Fußgänger besonders an den Wochenenden und Feiertagen die Radwege benutzen, sodass Radfahrer und Skater kaum noch durchkommen und Unfallgefahr besteht.

Es herrscht Unfallgefahr, weil Fußgänger auf die Radfahrer-Spur ausweichen

Tatsächlich ist dieses Argument in der Vergangenheit schon häufiger aufgetaucht, wenn es um das Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern am Phoenix-See ging. Diese Diskussion war besonders in den ersten Jahren nach der See-Flutung recht intensiv.

Der Wunsch nach einer Asphaltierung war immer wieder Gegenstand von Kommentaren zum See-Geschehen und Gesprächen über Stärken und Schwäche. Es gibt Stimmen, die das Nebeneinander von Fuß- und Radweg für einen Planungsfehler halten.

Ein Mitglied des Yachtclubs am Phoenix-See unterstützt den Vorschlag der Anwohner. Ralf Poggemeier berichtet, er sei regelmäßig mit dem Rad in Richtung Wassersportzentrum unterwegs. Er stellt fest: "Es ist immer wieder gefährlich, auf dem asphaltierten Radweg zu fahren, da fast alle Fußgänger und Kinder da unterwegs sind. Aus eigener Erfahrung kann ich das gut verstehen, da der Schotterfußweg entweder nasse oder staubige Schuhe und Hosen macht."

Nachbarn wünschen sich "bürgerfreundlichen Umweltschutz"

Die Instandsetzung des Fußwegs in der Grünanlage Europapark in Schüren hält Gerhard Reese für ein gutes Beispiel für "bürgerfreundlichen Umweltschutz". Für den Phoenix-See schwebt ihm und seinen Nachbarn eine lockere Pflasterung mit natürlichen Steinen vor.

Die Aussichten auf eine Erfüllung der Wünsche sind eher gering. Die Verwaltung hat die Planung bisher verteidigt und strebt nach bisherigem Stand keine Asphaltierung an.

Zudem ist auf einem Teil der Wegestrecke die Emschergenossenschaft zuständig. "Uns hat man gesagt, dass es nicht geht", sagt Gerhard Reese.

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