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Die Zentraldeponie Emscherbruch aus der Luft.

Pläne im Rathaus einsehbar

Deponie soll höher und größer werden

HERTEN-SÜD - Die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) will die Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) erweitern und aufstocken. Das in Herten-Süd ansässige Unternehmen hat bei der Bezirksregierung Münster einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Zentraldeponie befindet sich direkt hinter der Stadtgrenze auf Gelsenkirchener (ca. 100 Hektar) und Herner Gebiet (ca. 13 Hektar). Hinter dem Waldgebiet Emscherbruch gelegen, ist sie von Herten aus kaum wahrnehmbar. Doch durch mehrere große Brände im vergangenen Jahr – jeweils mit weithin sichtbarer Rauchwolke – ist die Deponie wieder stärker ins Bewusstsein der Hertener Bevölkerung und der örtlichen Politik geraten.

Die ZDE entstand ab 1968 auf dem Gelände der zwei Jahre zuvor stillgelegten Zeche Graf Bismarck. Sie war die erste geordnete Mülldeponie in Deutschland. Seither wurden dort 28 Millionen Kubikmeter Abfall abgelagert. Die AGR will nun im Norden des Areals einen neuen Ablagerungsbereich für Abfälle der Deponieklasse II (ungefährlicher Abfall, z.B. Hausmüll) errichten. Dafür sollen Gebäude abgerissen und Teile des Waldes gerodet werden. Innerhalb von zehn Jahren soll es auf dem Gelände Ausgleichspflanzungen geben.

Die erlaubte Lagerdauer soll von einem auf zwei Jahre verlängert werden. Begründung: Die in der Hertener RZR-Müllverbrennungsanlage entstehende Wärme wird künftig verstärkt in das Fernwärmenetz der Region eingespeist. Dafür müssen die Öfen des RZR gleichmäßig ausgelastet werden. Mit einem größeren Lagerplatz aus dem Deponiegelände und einer verlängerten Lagerdauer soll dies sichergestellt werden.

Des Weiteren soll die bestehende Deponiefläche für Abfälle der Klasse III (gefährlicher Abfall) um bis zu zehn Meter erhöht werden. Hintergrund ist, dass entsprechende Deponieflächen in unserer Region knapp werden. Ohne Aufstockung müsste der Müll künftig per Lkw über weite Strecken zu anderen Deponien transportiert werden. Die Pläne (inklusive Gutachten, Erläuterungen, Umweltverträglichkeitsprüfung) liegen ab sofort im Hertener Rathaus aus. Bürger können sie bis zum 20. Februar einsehen und bis zum 19. März Einwendungen erheben.

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